Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Evaluation ausgewählter Instrumente der aktiven Arbeitsmarktpolitik auf regionaler Ebene

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter


Projektstart

Januar 2005

Projektende

Dezember 2014

Kurzbeschreibung

Ein wesentliches Ziel der aktiven Arbeitsmarktpolitik liegt darin, die Gesamtzahl regulärer Beschäftigungsverhältnisse zu erhöhen und die Arbeitslosigkeit zu verringern. Ob bzw. in welchem Umfang dies auf regionaler Ebene gelingt, ist die zentrale Forschungsfrage des vorliegenden Projekts.
Anders als im Bereich der mikroökonometrischen Evaluation aktiver Arbeitsmarktpolitik (AAMP), bei der die direkten Effekte für die teilnehmenden Individuen im Vordergrund stehen, gibt es für die regionale Ebene, bei der auch indirekte Effekte berücksichtigt werden, bislang vergleichsweise wenig empirische Ergebnisse für Deutschland. Hierbei hat sich außerdem bislang noch kein Standardverfahren zur Evaluation von AAMP auf regionaler Ebene durchgesetzt. In der Literatur lassen sich drei theoretische Ansätze unterscheiden: erweiterte Beschäftigungsfunktion, Beveridgekurve und Matchingfunktion.

Im vorliegenden Projekt ziehen wir die erweiterte Matchingfunktion heran. Auf der methodischen Seite liegt die Neuerung in der angestrebten Verbindung von dynamischen Panelmodellen und räumlicher Ökonometrie. Das räumliche Bezugssystem für die Analyse bilden im Wesentlichen die 180 Bezirke der Agenturen für Arbeit. Da diese auf vielfältiger Weise miteinander verflochten sind, muss dies in der Modellspezifikation und der Schätzung berücksichtigt werden. Datengrundlage für das Projekt sind die Prozessdaten der BA. Bei der Operationalisierung des Erfolgsindikators für AAMP auf regionaler Ebene, die für die empirische Spezifikation von großer Bedeutung ist, kann auf zwei in den letzten Jahren geschaffenen neuen Datengrundlagen (Biodaten und Integrierte Erwerbsbiografie) zurückgegriffen werden.

In einem zweiten Teilprojekt wird die erweiterte Matchingfunktion modifiziert, indem unterschiedliche Suchanstrengungen zwischen Arbeitslosen und Maßnahmeteilnehmern, die in allen Studien festgestellt werden, explizit berücksichtigt werden.

Projektmethode

Ein großes methodisches Problem bei makroökonometrischen Evaluationsstudien liegt im so genannten Simultanitäts- oder Endogenitätsproblem. Dies basiert darauf, dass der Einsatz von aktiver Arbeitsmarktpolitik meist nicht exogen bezüglich der regionalen Arbeitsmarktsituation angesehen werden kann. Eine Berücksichtigung dieses Endogenitätsproblems kann z.B. in Form von GMM-Ansätzen geschehen. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass sich Arbeitmärkte nach Schocks erst mit einer gewissen Verzögerung an ein neues Gleichgewicht anpassen. Diesem "Wirkungs-Lag" muss deshalb mit der Aufnahme verzögert abhängiger Variablen Rechnung getragen werden.
Das räumliche Bezugssystem für die Analyse bilden im Wesentlichen die 180 Bezirke der Agenturen für Arbeit. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Agenturbezirke nicht unabhängig voneinander sind. Aus diesem Grund müssen verstärkt Methoden der räumlichen Ökonometrie herangezogen werden.

Projektziel

In diesem Projekt soll auf der regionalen Ebene untersucht werden, inwieweit die Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik zur Reduzierung bzw. Verkürzung der Arbeitslosigkeit beitragen. Zur Operationalisierung der  Zielgröße werden dabei die Übergänge von Arbeitslosigkeit in reguläre Beschäftigung in einer Agentur verwendet.

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
  • Universität Frankfurt/M.

Projektstatus

Laufend
 

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