Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Technischer Fortschritt und Regionale Arbeitsnachfrage

Projektnummer

866

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter


Projektstart

Oktober 2006

Projektende

April 2020

Kurzbeschreibung

Der makroökonomische Mainstream erklärt die Unterschiede in Beschäftigung und Arbeitslosigkeit zwischen Nationen vor allem durch die institutionelle Ausgestaltung der Arbeitsmärkte. In Deutschland sind Unterschiede zwischen den Regionen gegenwärtig von der gleichen Größenordnung wie jene zwischen europäischen Ländern. Da der institutionelle Rahmen innerhalb des Landes aber weitgehend gleich ist, sind die gängigen makroökonomischen Konzepte nicht in der Lage, diese regionalen Differenzen zu erklären.

Unsere alternative Erklärung eines Teils der regionalen Disparitäten greift auf den Produkt- bzw. Industrielebenszyklus, Strukturwandelansätze, technischen Fortschritt und die Güternachfrage zurück. Dabei wird ein in Zusammenarbeit mit H. Sanner (Universität Potsdam) neu entwickeltes theoretisches Modell verwendet, das Ansätze des Strukturwandels (u. a. nach Appelbaum und Schettkat) mit regionalen und industrieökonomischen Ansätzen verbindet. Dieses Modell impliziert eine allgemeine Erklärung von Arbeitslosigkeit und Beschäftigung aus der Dynamik von technischem Fortschritt und Strukturwandel. Demnach sind positive Beschäftigungseffekte von technischem Fortschritt insbesondere dann zu erwarten, wenn die Güternachfrage elastisch ist.

In dem empirischen Teil des Projekts sollen die vorgefundenen regionalen Disparitäten, u. a. zwischen verschiedenen Regionstypen, aufbauend auf den Ansätzen zur statischen und dynamischen Arbeitsnachfrage erklärt werden. Auf diese Weise soll u. a. untersucht werden, inwieweit sich eher die Metropolen und Zentren des Landes oder das „flache Land“ besser entwickeln. Darüber hinaus sollen die oben genannten Theorieansätze einem Test unterzogen werden. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind relevant für die Erklärung der Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland. Bei den empirischen Analysen wird unter anderem der LIAB, die Beschäftigtendaten des IAB und andere Industriedaten aus verschiedenen Quellen verwendet.

In einem weiteren Zweig des Projekts wird das Churning von Wirtschaftszweigen und die Evolution der Städte der Republik in einem auf Duranton zurückgehenden Ansatz in Zusammenarbeit mit J. Südekum untersucht.
 

Projektmethode

In Abhängigkeit von den verschiedenen Schritten und Teilaspekten des Projekts kommt es zum Einsatz verschiedener Ansätze und Methoden:
 

-         Analyse von regionalen Branchenkonzentrationen
-         Regionalisierte Job-turnover-Analyse
-         Weitere Integration der Regionaldimension in empirisch geschätzte Modelle der Arbeitsnachfrage.
-         Entwicklung eines Ansatzes, mit dem externe Daten über Preise in die Modelle für Arbeitsnachfrage integriert werden.
-         Analysen auf Länderebene zur Identifikation länderspezifischer Besonderheiten.
-         Weitere Analysen für Agglomerationseffekte und Test verschiedener Indizes zur Anzeige von Diversität und räumlicher Konzentration.
-         Schift-Share-Regressionen

 

Dabei werden (dynamische) Panelanalysen mit Mikrodaten des IAB-Betriebspanels und des LIABs, die mit externen Daten des statistischen Bundesamtes (u. a. zur regionalen Wirtschaftsstruktur und Entwicklung) agereicht werden, eine besonders wichtige Rolle spielen.

 

 

Es werden keine eigenen Erhebungen durchgeführt. Es werden die Daten des IAB-Betriebspanels und des LIABs genutzt und mit regionalen Informationen sowie Daten des statistischen Bundesamtes verknüpft.

Projektziel

Das Projekt soll Erkenntnisse über die Arbeitsmarkteffekte des technologischen Fortschritts generieren. Dabei steht die  kompensierende Wirkung der Produktnachfrage im Zentrum der Analyse. In einem weiteren Schritt werden Erkenntnisse zum Einfluss des technischen Fortschritts auf die regionalen Arbeitsmarktdisparitäten erwartet.

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
  • Deutsche Bahn AG
  • Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für MIkroökonomik und Außenwirtschaft

Publikationen

Publikationen zum Projekt

Projektstatus

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