Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Berufe als Institutionen: Empirische Analysen

Projektnummer

1413

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter


Projektstart

April 2012

Projektende

Dezember 2016

Kurzbeschreibung

Empirische Befunde deuten darauf hin, dass Berufe das Geschehen auf dem Arbeitsmarkt in gewisser Weise regulieren und diese Regulierung nicht singulär auf einzelne Akteure beschränkt bleibt, sondern an die überindividuelle Kategorie der Berufe gekoppelt ist. Zur theoretischen Rahmung solcher Zusammenhänge wird in der soziologischen Literatur unter anderem der Institutionenansatz herangezogen. Wenngleich es nicht neu ist, Berufe aus institutionentheoretischer Sicht zu betrachten, wurden die konkreten Mechanismen, wie die berufliche Regulierung des Arbeitsmarktes funktioniert, bislang zu wenig beachtet. Dieser Umstand, zusammen mit der Diskussion um ein mögliches Ende der Beruflichkeit mag dafür verantwortlich sein, dass sich die Forschung heute trotz der zahlreichen empirischen Belege schwer damit tut, den Beruf als wichtigen Bestandteil einer theoretischen Erklärung von Arbeitsmarktprozessen zu fassen. Genau das wäre aber wichtig, um die Prozesse auf dem deutschen Arbeitsmarkt, der im Vergleich zu anderen Ländern durch ein ausgeprägtes Berufssystem gekennzeichnet ist, angemessen verstehen zu können.

Es ist das Ziel des Projekts, die spezielle Bedeutung der Berufe auf dem Arbeitsmarkt zu analysieren. In theoretischer Hinsicht greifen wir auf unsere institutionentheoretischen Vorarbeiten zurück. Wir konzentrieren uns in diesem Projekt darauf, Mechanismen herauszuarbeiten und empirisch zu testen, wie Berufe Arbeitsmarktprozesse jenseits der Mikroebene beeinflussen. Es geht also nicht darum, die Bedeutung der speziellen beruflichen Situation einzelner Akteure zu würdigen, sondern vielmehr darum, Merkmalsdimensionen von Berufen zu identifizieren, nach denen sich die Menge aller Einzelberufe theoretisch sinnvoll unterscheiden lässt und deren Varianz zwischen Berufen, bei Kontrolle der individuellen Merkmale der Akteure, verschiedene 'Outcomes' beeinflusst. Als Anwendungsfälle für unsere theoretischen Überlegungen greifen wir beispielsweise Fragestellungen aus der Mobilitätsforschung auf.

Projektziel

Aufbauend auf einer institutionentheoretischen Betrachtung von Berufen werden empirische Analysen zu verschiedenen Fragestellungen durchgeführt, zum Beispiel zu beruflicher Mobilität oder zur Berufszugehörigkeitsdauer.

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Publikationen

Publikationen zum Projekt

Projektstatus

Abgeschlossen
 

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