Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Forschung zur Umsetzung des Moduls C der Perspektive 50plus

Projektnummer

1373

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter


Projektstart

September 2011

Projektende

Juni 2014

Kurzbeschreibung

Das Finanzierungsmodell C ist eine Förderschiene des Arbeitsmarktprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte in den Regionen“, mit der ältere Langzeitarbeitslose mit multiplen Vermittlungshemmnissen gefördert werden sollen. Im Rahmen dieser Implementationsstudie soll mit einem externen Projektpartner der Zusammenhang zwischen den Strukturen und Strategien der Grundsicherungsstellen bei der Umsetzung des Finanzierungsmodells C und den Aktivierungs- und Integrationserfolgen analysiert werden.
Diese Strukturen und Strategien der Grundsicherungsstellen werden in zwei Wellen (2011 und 2012) mittels webbasierter Befragung von 327 unterschiedlichen Jobcentern erhoben. Fortschritte bezüglich der Aktivierung der Teilnehmenden werden hauptsächlich anhand von Veränderungen des Beschäftigungsfähigkeitsindexes gemessen, welcher durch die telefonische Befragung von über 900 Personen in mehreren Wellen ermittelt wird.
Die Zusammenhänge werden mit Regressionsmodellen geschätzt. Im Ergebnis zeigt sich ein positiver Effekt auf die Aktivierung der Teilnehmer in solchen Grundsicherungsstellen, die ihren Adressatenkreis auf vergleichsweise jüngere und arbeitsmarktnähere Teilnehmende eingrenzen. Nicht zielführend erweisen sich starre Förderungszeiträume und Sanktionen. Auch bezüglich der Integration in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung schneiden solche Grundsicherungsstellen überdurchschnittlich gut ab, die bei der Zielgruppendefinition eine Fokussierung auf jüngere Teilnehmende vornehmen. Auf struktureller Ebene ergibt sich eine höhere Integrationswahrscheinlichkeit bei Grundsicherungsstellen, die Vermittlungsleistungen an externe Dienstleister vergeben. Die strategische Ausrichtung der Grundsicherungsstellen auf einen erwerbsorientierten Ansatz, d.h. die Fokussierung auf die vergleichsweise schnelle Aufnahme einer geringfügigen Beschäftigung statt auf die längere Aktivierung in eine möglicherweise voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, wirkt in der kurzen Frist positiv auf die Integrationswahrscheinlichkeit. Die langfristigen Wirkungen dieser Vorgehensweise sollten weiter untersucht werden.

Projektmethode

Implementationsstudie, Wirkungsanalysen

Fallstudien, webbasierte Online-Befragung, CATI-Befragung

Projektziel

Auf Basis von Intensivfallstudien soll ein standardisiertes Erhebungsinstrument zur Befragung der Grundsicherungsstellen entwickelt werden. Aus der standardisierten Erhebung sollen Umsetzungsindikatoren abgeleitet werden, die zur Erklärung regionaler Wirkungsunterschiede herangezogen werden können.

Projektstatus

Abgeschlossen
 

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