Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Chronische Arbeitslosigkeit im Ländervergleich

Projektnummer

1692

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter

  • Aho, Simo (Work Research Centre (WRC), University of Tampere)
  • Norup, Iben (Aalborg University, Department of Sociology and Social Work)
  • Rhein, Thomas
  • Rothe, Thomas

Projektstart

April 2015

Projektende

März 2018

Kurzbeschreibung

Auswertungen aus der Europäischen Arbeitskräfteerhebung zeigen eine auffallend hohe Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland. Rund 45 Prozent der Arbeitslosen sind länger als ein Jahr arbeitslos, rund 20 Prozent sogar länger als 4 Jahre. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen ist in Deutschland höher als in den meisten europäischen Ländern. Insbesondere in den skandinavischen Ländern liegen diese Anteile unter 25 Prozent.  Wie sind diese Unterschiede zu erklären? 

Wir nähern uns dieser Frage durch einen Vergleich des Anteils von Personen, die "chronisch ohne reguläre Arbeit sind". Konventionelle Statistiken  erfassen diesen Charakter des Arbeitslosigkeitsproblems nicht,  da sie den langfristigen Ausschluss von genuin marktbasierter, regulärer Beschäftigung nicht wiedergeben.In diesem Kooperationsprojekt mit dem Forschungsbereich A1 und dem Work Center der Universität Tampere untersuchen wir deshalb, Niveau und Inzidenz chronischer Arbeitslosigkeit in Deutschland und Finnland.  In vielen Ländern ist es relativ häufig, dass Arbeitsmarktkarrieren von wiederkehrenden Arbeitslosigkeits- und Aktivierungsphasen gekennzeichnet sind oder aufgrund von Krankheit oder Entmutigung bzw. durch sehr kurze Beschäftigungsphasen unterbrochen werden.  Wir  analysieren Niveausund der Inzidenz von "chronischer Arbetislosigkeit" auf der Grundlage vergleichbarer administrativer Längsschnittdaten.  Insbesondere soll der Einfluss aktiver Arbeitsmarktpolitik auf die Höhe und Zusammensetzung struktureller Arbetislosigkeit berücksichtigt werden.  Auf Basis der Längsschnitt-Mikrodaten testen wir die Hypothese, dass in Ländern mit einem umfassenden Volumen und hohen Teilnehmerzahlen in  öffentlich geförderter Beschäftigung,  aktive Arbeitsmarktpolitik in erster Linie ein Anpassungsmechanismus  hoher strukturelle rArbeitslosigkeit ist und weniger eine Möglichkeit, diese zu verringern.

Projektmethode

Analyse von administrativen Verlaufsdaten

Projektziel

Analyse der  Dauer und Beendigung von  individuellen "Langzeit-Arbeitslosigkeitshistorien" im Ländervergleich

Analyse der Bedeutung von aktiver Arbeitsmarktpolitik: Anpassung oder Bekämpfung struktureller Arbeitslosigkeit

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit
  • Work Research Centre (WRC), University of Tampere
  • Aalborg University, Department of Sociology and Social Work

Projektstatus

Abgeschlossen
 

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