Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Navigation zu den wichtigsten Bereichen.

Hauptnavigation.


Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Geschlechterdiskriminierung bei der Bewerberauswahl

Projektnummer

3084

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektstart

Mai 2016

Projektende

Mai 2019

Kurzbeschreibung

Werden Frauen seltener zu Vorstellungsgesprächen eingeladen? Die Theorie der statistischen Diskriminierung besagt, dass Vertreter von Gesellschaftsgruppen, die vom Arbeitgeber als weniger Produktiv eingeschätzt werden, systematisch benachteiligt werden, und zwar unabhängig von der tatsächlichen Produktivität des Einzelnen. Da Frauen (zumindest in einer gewissen Altersspanne) generell Arbeitsunterbrechungen aufgrund von Familienpflichten unterstellt werden, sollten diese entsprechend der Theorie auch seltener eingestellt bzw. überhaupt zu Vorstellungsgesprächen eingeladen werden. Doch lässt sich die statistische Diskriminierung tatsächlich nachweisen? Und treffen ihre Annahmen auch in typischen Frauenberufen zu, in denen der Arbeitgeber mehr oder weniger ausschließlich die Produktivität der Frauen als Maßstab kennt? Oder werden hier eher Männer diskriminiert? Und wie verhält es sich in typischen Männer- und Mischberufen?
Da eine direkte Befragung der Arbeitgeber, ob sie Frauen oder Männer bei der Stellenbesetzung bevorzugen, aufgrund einer starken sozialen Erwünschtheit des Antwortverhaltens kaum möglich ist, wird dieser Frage durch ein quasiexperimentelles Design in Form einer Vignettenbefragung (faktorieller Survey) nachgegangen. An der Onlinebefragung haben sich über 4200 Personalverantwortliche aus einem repräsentativen Sample deutscher Betriebe beteiligt. Ihnen wurden fiktive Kurzbewerbungen vorgelegt, in denen die individuellen Eigenschaften der Bewerber experimentell variiert wurden. Neben den Eigenschaften der Bewerber wurden auch weitere Firmenmerkmale kontrolliert, um den Effekt der Geschlechterdiskriminierung zu isolieren.
 

Projektziel

Es wird der Frage nachgegangen, ob in typischen  Frauen-, Männer- und Mischberufen eines der Geschlechter systematisch bei der Bewerberauswahl benachteiligt, also seltener zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird.  

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Projektstatus

Abgeschlossen
 

Infobereich.

Abspann.