Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Navigation zu den wichtigsten Bereichen.

Hauptnavigation.


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Auswirkungen des Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen

Projektnummer

3248

Projektherkunft

IAB-Projekt

Projektleiterin / Projektleiter

Projektmitarbeiterin / Projektmitarbeiter


Projektstart

April 2017

Projektende

März 2018

Beteiligte Auftraggeber

  • Mindestlohnkommission, c/o Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Standort Berlin

Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Projekts werden quantitative Analysen von Auswirkungen des Mindestlohns auf Betriebe und Unternehmen in Deutschland durchgeführt. Die Untersuchungseinheit sind dabei Betriebsstätten gemäß der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit. Die Untersuchungsinhalte betreffen (1.) die betriebliche Arbeitsnachfrage, (2.) die Entwicklung von Praktikantenstellen, (3.) betriebliche Investitionen in Sach- und Humankapital, (4.) produktivitäts- und profitabilitätsrelevante Charakteristika, (5.) Betriebsschließungen und (6.) Heterogenitäten der Effekte in grenznahen Regionen. Als hauptsächliche Datenquelle wird das IAB-Betriebspanel der Jahre 2015 und 2016 verwendet, wobei in vertiefenden Analysen zur Arbeitsnachfrage auch die IAB-QUEST-Befragung herangezogen wird und in den Analysen zu Betriebsschließungen und den Effekten in Grenznahen Regionen das Org-File des IAB-Betriebspanels Verwendung findet. Im Zuge der Analysen wird stets bestrebt über deskriptive Ergebnisse hinaus den kausalen Einfluss des Mindestlohns zu schätzen.

Projektmethode

Im Rahmen des vorgeschlagenen Angebots sollen drei empirische Vorgehensweisen herangezogen werden. Erstens die deskriptive Analyse der im IAB-Betriebspanel enthaltenen Mindestlohnfragen, zweitens die zeitliche Entwicklung von relevanten Zielgrößen und drittens der Differenzen-in-Differenzen-Ansatz als Vergleich von betroffenen mit unberührten Betrieben vor und nach Einführung des Mindestlohns. Diese drei empirischen Vorgehensweisen erfüllen jeweils den Anspruch eine Analyse auf Basis real beobachtbarer Daten zu liefern, ohne dass dabei inhaltlich-theoretische Vorüberlegungen einen Einfluss haben. Unter diesen Methoden soll der Schwerpunkt klar auf dem Differenzen-in-Differenzen-Ansatz liegen, da dieser die wertvollsten Aussagen ermöglicht. Während die deskriptive Analyse mit der Kritik konfrontiert ist, dass den Antworten ein sozial erwünschtes Antwortverhalten zugrunde liegen kann, ist die einfache zeitliche Entwicklung möglicherweise durch makroökonomische Rahmenbedingungen bestimmt. Demgegenüber hat die Differenzen-in-Differenzen-Methode den Anspruch, die kausale Wirkungsfrage zu beantworten. Im Zuge der Mindestlohneinführung beantwortet diese Kausalanalyse, wie sich betroffene Einheiten (hier Betriebe) entwickelt haben im Vergleich zu der nicht beobachteten und deshalb geschätzten Situation, in der der Mindestlohn nicht eingeführt wurde.

Projektziel

Ziel des Projekts ist ein deutschsprachiger Forschungsbericht.

Beteiligte Institute

  • Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit

Projektstatus

Laufend
 

Infobereich.

Abspann.