Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zahlen zum Thema „Auslaufmodell Normalarbeitsverhältnis?“

Durchschnittliche Beschäftigungsdauer: 10,8 Jahre (bisherige Beschäftigungsdauer zum Befragungszeitpunkt). Zum Vergleich: 1992 lag der Wert bei 10,3 Jahren. Speziell bei jungen Leuten sehen wir aber eine Veränderung: Die Beschäftigungsverhältnisse der Unter-30-Jährigen dauerten früher durchschnittlich 800 Tage. Seit der Geburtskohorte 1969 sinkt die Dauer. Für die Geburtskohorte 1977 liegt sie im Schnitt nur noch bei 600 Tagen.

Mehr als die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse in der Leiharbeit endet innerhalb von drei Monaten.

Größenordnung der Brücken- oder Klebeeffekte der Leiharbeit: rund zehn Prozent.

Lohnnachteil von Leiharbeitern gegenüber vergleichbaren Kollegen der Stammbelegschaften: ca. 20 Prozent.

Befristete Beschäftigung: Fast jede zweite Neueinstellung ist befristet (46 Prozent, ohne Auszubildende). Vor zehn Jahren war es weniger als jede dritte. Es gibt heute rund 2,7 Millionen befristet Beschäftigte und damit rund eine Million mehr als Mitte der neunziger Jahre.

Zahl der Selbständigen: rund 4,1 Millionen. Anstieg seit 1994: knapp 900.000. Der Zuwachs beruht auf der deutlichen Zunahme der Solo-Selbständigen ohne Mitarbeiter.

Teilzeitbeschäftigung: Die Teilzeitbeschäftigung hat – ohne die geringfügige Beschäftigung – um 4,35 Millionen auf 8,7 Millionen zugenommen und sich damit in den letzten 15 Jahren verdoppelt.

Ausschließlich geringfügig Beschäftigte (mit einem Verdienst bis 400 Euro): Hier gibt es erst ab 1999 zuverlässige Daten. Seitdem hat die Zahl um mehr als 1,1 Millionen auf 4,8 Millionen zugenommen.

Die Leiharbeit hat sich seit 1994 mehr als verfünffacht. 1994 hatten wir rund 140.000 Leiharbeiter, 2008 knapp 800.000, mittlerweile nähern wir uns der Million.

Anteil der Normalarbeitsverhältnisse* an der Erwerbstätigkeit: rund 60 Prozent. Vor 15 Jahren lag der Anteil bei rund zwei Dritteln. Der Rückgang ist bei den Frauen (Teilzeit!) deutlich stärker als bei den Männern: Von letzteren sind auch heute noch zwei Drittel in einem Normalarbeitsverhältnis tätig. Bei den Frauen liegt der Anteil dagegen nur bei 50 Prozent.

* Unter einem Normalarbeitsverhältnis versteht man eine ungeförderte, sozialversicherungspflichtige, unbefristete Vollzeitbeschäftigung außerhalb der Leiharbeit.

 

Weitere Presseinformationen im Internet

O-Töne von der Pressekonferenz stehen ab 14 Uhr unter www.iab.de/audiodienst zum Download bereit.

 

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