Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Übergangsverhalten von Studienberechtigten

Kurzbeschreibung

Der Beitrag stellt Teilergebnisse aus der IAB-Längsschnittuntersuchung "Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- in das Beschäftigungssystem" dar. Anhand der Strukturdaten wird das Übergangsverhalten von Hochschulberechtigten des Jahres 1976 wiedergegeben. Der Autor faßt die Ergebnisse wie folgt zusammen:
"- Der Rückgang der Studierquote in den letzten Jahren auf ca. 80% kann bei einer längerfristigen Betrachtung nicht als grundlegende Veränderung der Studierneigung bewertet werden.
- Insbesondere bei weiblichen Studienberechtigten ging der Anteil derjenigen ohne Berufsausbildung in den letzten Jahren zurück und derjenige mit betrieblicher Ausbildung stieg.
- Studienberechtigte ohne abgeschlossenes Studium finden ihre erste Stelle am häufigsten als Angestellte in einfacher oder mittlerer Stellung. In den letzten Jahren bekamen für diese Personengruppe Arbeiterberufe größere Bedeutung. Die Frauen begannen ihre Berufstätigkeit häufiger als früher als un- bzw. angelernte Arbeiterinnen und dagegen kaum noch als Mithelfende oder Selbständige.
- Erwerbstätige mit Studienberechtigung (ohne Hochschulstudium) und betrieblicher Berufsausbildung sind häufiger in einer weniger hohen beruflichen Stellung zu finden als Hochschulabsolventen und verdienen weniger.
- Von den Studienberechtigten 1976 mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife hatten bis 1980 ein Fünftel eine betriebliche Berufsausbildung begonnen. Von den Studienberechtigten mit Fachhochschulreife war dies die Hälfte, wobei aber 33 % ihre Lehre im Rahmen des zweiten Bildungswegs vor der Fachhochschulreife absovierten.
- Männliche Studienberechtigte beginnen häufiger ein Studium und bleiben in geringerem Maße ohne Studienabschluß als weibliche Studienberechtigte. Verzögerungen durch Wehr- und Zivildienst und geringere Aufnahme von kürzeren Lehramtsstudiengängen führten dazu, daß männliche Studienberechtigte häufiger noch länger an der Hochschule anzutreffen sind.
- 6% - 7% der Studienberechtigten des Jahres 1976, die 1980 ihr Hochschul- bzw. Fachhochschulstudium abgeschlossen hatten, waren zum Befragungszeitpunkt (1980) arbeitslos. Lehramtsabsolventen und Studienberechtigte mit abgeschlossener betrieblicher Ausbildung (ohne Studium) waren zu diesem Zeitpunkt in geringerem Maße von Arbeitslosigkeit betroffen.
- Studienberechtigte mit schlechteren Noten, Aufstiegsorientierung sowie Frauen und Arbeiterkinder beginnen überdurchschnittlich häufig eine betriebliche Ausbildung. Insgesamt erhalten Studienberechtigte häufiger keine Zusage auf ihre Bewerbung als Haupt- oder Realschulabsolventen.
- Studienberechtigte, die eine betriebliche Berufsausbildung beginnen, konzentrieren sich stärker auf wenige Ausbildungsberufe als Haupt- oder Realschüler." (IAB2)

Autorin / Autor

  • Engelbrech, Gerhard

Bibliografische Daten

Engelbrech, Gerhard (1985): Übergangsverhalten von Studienberechtigten. In: M. Kaiser, R. Nuthmann & H. Stegmann (Hrsg.), Berufliche Verbleibsforschung in der Diskussion. Materialien eines Forschungsseminars im IAB. Materialband 2: Studienberechtigte, berufliche Ausbildung und Hochschule, (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 90.2), Nürnberg, S. 55-76.
 

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