Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Bewegungsgrößen in der Arbeitslosenstatistik

Kurzbeschreibung

"Der Aufsatz versucht zu zeigen, daß mit Hilfe von Bestandszahlen nicht alle wesentlichen Aspekte der Arbeitslosigkeit statistisch erfaßt werden können. Hierzu zählen insbesondere die größenordnungsmäßig beachtlichen Bewegungen am Arbeitsmarkt.
Im jeweiligen Arbeitslosenbestand sind Arbeitslose mit Vermittlungsschwierigkeiten (bei der gegenwärtig gegebenen unzureichenden Arbeitskräftenachfrage) überrepräsentiert. Im Arbeitslosenbestand finden sich deshalb überdurchschnittlich viele langfristig Arbeitslose, auf deren Probleme in Bestandsanalysen zurecht immer besonders hingewiesen wird. Eine weitere Zielgruppe am Arbeitsmarkt ist aber in den bisher bekannten Bestandsanalysen kaum auszumachen: Erwerbspersonen mit häufigem Wechsel zwischen Beschäftigung und Arbeitslosigkeit. Sie sind ihrer Häufigkeit entsprechend nur in den Zu- und Abgängen adäquat vertreten.
Schließlich kann eine Fülle von Fragestellungen der Art, wie die Arbeitslosigkeit beendet wurde, aus Bestandsdaten überhaupt nicht beantwortet werden. Die Analyse der Abgänge dagegen zeigt, daß z.B.
- etwa 63% die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beendeten,
- etwa 43% ihre Arbeitslosigkeit beendeten, ohne überhaupt nur einen Vermittlungsvorschlag bekommen zu haben,
- die Arbeitsämter durchschnittlich vier Vermittlungsvorschläge für eine Vermittlung benötigen.
Für eine systematische Beobachtung und Analyse der Arbeitslosigkeit ist deshalb neben der statistischen Erfassung der Arbeitslosenbestände eine ebenso gegliederte Statistik der Zu- und Abgänge erforderlich." (Autorenreferat)

Autorin / Autor

  • Karr, Werner

Bibliografische Daten

Karr, Werner (1982): Bewegungsgrößen in der Arbeitslosenstatistik. In: D. Mertens (Hrsg.), Konzepte der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Eine Forschungsinventur des IAB, (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 70), Nürnberg, S. 333-345.
 

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