Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Ungelernte Jugendliche: Zur veränderten Sozialstruktur und Genese einer Problemgruppe

Kurzbeschreibung

"Ausgehend von den Studien der 60er und 70er Jahre behandelt der Beitrag die quantitative und sozialstrukturelle Entwicklung der jugendlichen Ungelernten in den 80er Jahren. In einer sekundärstatistischen Analyse werden die Ergebnisse der IAB-Längsschnittstudie 'Jugendliche beim Übergang vom Bildungs- ins Beschäftigungssystem' verglichen mit der 1990 vom EMNID durchgeführten Studie 'Daten und Fakten über Jugendliche ohne abgeschlossene Berufsausbildung'.
Größenordnung und Erscheinungsbild der jugendlichen Ungelernten unterlagen in den vergangenen Jahrzehnten einem stetigen Wandel. Von einem ursprünglich 'vererbten' Status geriet es mehr und mehr zu einem individuellen Defizit. Die in den unterschiedlichen Epochen jeweils vorherrschenden Bedingungen des Arbeits- und Ausbildungsstellenmarktes und die zur Bekämpfung von Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit eingesetzten arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Maßnahmen hatten einen entscheidenden Einfluß auf diesen Entwicklungsprozeß.
Die heutige Generation der 20- bis 25-jährigen Ungelernten (rd. 15 % des Altersjahrgangs) besteht zu mehr als 40 % aus jungen Menschen mit gescheiterten oder unvollständigen Qualifizierungsbemühungen (Teilqualifizierte, Abbrecher). Mindestens ein Viertel verfügt über einen über den Hauptschulabschluß hinausgehenden Bildungsabschluß. Junge Frauen mit höherer Vorbildung sowie junge Ausländer sind nach wie vor überrepräsentiert. Lern- und leistungschwächere Jugendliche im Sinne von Sonderschulabgängern oder Hauptschulabbrechern bilden lediglich ein Viertel der Personengruppe.
Die von den Jugendlichen angegebenen Gründe für ihre Ausbildungslosigkeit verweisen auf die Vielschichtigkeit des Problems und zeigen, daß Lern-, Leistungs- und Motivationsschwächen nur einen unter mehreren Ursachenkomplexen darstellen. Aus diesem Grunde sind Maßnahmen, die allein darauf abstellen, bei weitem nicht ausreichend zur Verminderung der Zahl der Ungelernten." (Autorenreferat)

Autorin / Autor

  • Schober, Karen

Bibliografische Daten

Schober, Karen (1992): Ungelernte Jugendliche: Zur veränderten Sozialstruktur und Genese einer Problemgruppe. In: C. Brinkmann & K. Schober (Hrsg.), Erwerbsarbeit und Arbeitslosigkeit im Zeichen des Strukturwandels. Chancen und Risiken am Arbeitsmarkt, (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 163), Nürnberg, S. 71-107.
 

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