Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Migration processes in Poland 1990-1996

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Kurzbeschreibung

"Polen ist der Ort intensiver Migrationsbewegung seit über zwei Jahrhunderten, wobei Auswanderung eine intensivere Rolle gespielt hat als Einwanderung. Die Auswanderung von Polen wurde im Wesentlichen durch politische Gründe (Flucht vor Verfolgung vor den Herrschern, die das Land geteilt bzw. besetzt hatten) und durch ökonomische Faktoren (nämlich der Suche nach besseren Lebensbedingungen) bestimmt. Die 90er Jahre sind gekennzeichnet durch einen auffälligen Rückgang in der Dynamik der Auswanderung. Und das erste Mal seit etlichen Dekaden nahm der Einwanderungsprozess an Intensität zu. In der abgelaufenen Dekade (der 90er Jahre) konnte man dann auch den Anstieg einer zeitlich befristeten Auswanderung von Polen aus ökonomischen Gründen beobachten. Dabei erfolgt die Wanderung von polnischen Arbeitskräften auf der Basis von bilateralen internationalen Vereinbarungen zur Erwerbstätigkeit. Seit einigen Jahren liegt die Bundesrepublik Deutschland an erster Stelle hinsichtlich der Beschäftigung von polnischen Bürgern. Die erwähnten bilateralen Vereinbarungen beziehen sich insbesondere auf Werkvertragsarbeit, Saisonarbeit, sogenannte neue Gastarbeitnehmer, Grenzbeschäftigungsmöglichkeiten und auf die Möglichkeit der befristeten Beschäftigung von Studenten während der Semesterferien. Die Einwanderer nach Polen kommen sowohl von den östlichen wie auch von den westlichen Nachbarstaaten. Die Zusammensetzung der Immigranten ist dominiert durch Deutsche, gefolgt von US-Bürgern, Kanadiern, Ukrainern und Franzosen. Es handelt sich überwiegend um jüngere und eher höher qualifizierte Personen. Gegenwärtig kann in Polen auch eine weit verbreitete illegale Beschäftigung beobachtet werden, die sich u.a. im Rahmen von Wochenmarktaktivitäten, als Hausierer, im Bau und bei der Restaurierung von Häusern, bei Hausreinigungsarbeiten, garten- und landwirtschaftlichen Arbeiten und insbesondere während der Ernte abspielen. Schätzungen zeigen, dass es sich hierbei um eine Größenordnung von 100.000 Personen im Jahr handelt - etwa die gleich Größenordnung wie bei Polen, die eine illegale Beschäftigung im Ausland suchen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor

  • Golinowska, Stanislawa
  • Marek, Edward
  • Rajkiewicz, Antoni

Bibliografische Daten

Golinowska, Stanislawa; Marek, Edward; Rajkiewicz, Antoni (2001): Migration processes in Poland 1990-1996 * research summary. In: E. Hönekopp, S. Golinowska & M. Horalek (Hrsg.), Economic and labour market development and international migration. Czech Republic, Poland, Germany. Results of an international research project, (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 244), Nürnberg, S. 123-171.
 

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