Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Regional diversification against migration processes

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"Die Analyse der regionalen und örtlichen Differenzierung der wirtschaftlichen Entwicklung in Polen basiert im Wesentlichen auf den Ergebnissen einerseits statistischer Auswertungen und andererseits auf Felduntersuchungen in ausgewählten Woiwodschaften. Die statistischen Untersuchungen bezogen Forschungsansätze auf der Basis einer sogenannten vergleichenden statistischen Indikatorenbewertung (sog. Breslauer Methode) ein, aber auch eine statistische Analyse der regionalen Diversifizierung einzelner Woiwodschaften, wiederum unter Verwendung dieser Methode. Im Laufe der Arbeit wurden zum einen die vergleichenden Maßeinheiten wie auch die sozioökonomischen Aktivitätsindikatoren für die Woiwodschaften definiert und der Grad der Unterschiedlichkeit der einzelnen Woiwodschaften untersucht. Die Ergebnisse der Analyse deuten auf die hohe Bedeutung bei Woiwodschaften mit großen städtischen Zentren hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung, niedriger Investitionsrisiken und auch der ökonomischen Dynamik von Individuen und Unternehmen hin. Andererseits liegen bei diesen Woiwodschaften die Indikatoren hinsichtlich der Lebensqualität deutlich niedriger, soweit sie von der Qualität der Umwelt abhängen. Die Aktivität einer Region wird gefördert durch die Präsenz moderner Verarbeitender Industrie und durch den zufluss ausländischen Kapitals. Die Bevölkerung in den Woiwodschaften entlang der polnischen Westgrenze ist aktiver als die Bewohner anderer Regionen. Die Bedeutung der Grenzlage ist sehr viel weniger signifikant in den östlichen als in den westlichen Woiwodschaften Polens und ihr Einfluss ist in den Woiwodschaften an der Südgrenze insignifikant. Die Ergebnisse der Analyse der industriell geprägten Woiwodschaften, die derzeit mit einigen größeren Schwierigkeiten zu kämpfen haben (vor allem im Bereich des Bergbaus, der Melallurgie und der Textilindustrie) sind ebenso von großem Interesse. Der hohe Verständigungsgrad und die relativ gute Humankapitalausstattung scheinen ganz offensichtlich die Umstrukturierung in diesen Regionen zu forcieren. Vertiefte empirische Untersuchungen konzentrierten sich auf jeweils eine "aktive" Gemeinde und eine Gemeinde mit wirtschaftlichen Stagnation in jeder der zehn ausgewählten Woiwodschaften. Diese Untersuchungen wurden durchgeführt mit der Unterstützung von Wissenschaftlern aus diesen Regionen, die auch die einzelnen Forschungsberichte hierzu verfassten. Zusammenfassend zu diesen Arbeiten lässt sich feststellen, dass die örtliche wirtschaftliche Entwicklung durch eine Kombination verschiedener Faktoren stimuliert wird, ohne dass einem einzelnen Faktor eine besondere Priorität eingeräumt werden kann. Diese zentralen Faktoren schließen u.a. die Humankapitalausstattung, Infrastruktur und die Nachfrage nach Arbeitskräften ein. Die Entstehung der Nachfrage variiert hierbei entsprechend der Nachbarschaft großer städtischer Zentren, der Entwicklung des überregionalen einschließlich grenzüberschreitenden Handels, ausländischer Investitionen und der Existenz moderner Industrie wie auch des Tourismus. Wie es bei der internationalen Wanderung der Fall ist, erleichtert ohne Zweifel interne Mobilität die Spannungen auf dem Arbeitsmarkt. Allerdings ist hier die Bedeutung von Migration sehr begrenzt. Die Nachfrage nach Arbeitskräften in den entwicklungszentren bezieht sich (wie auch bei der ausländischen Nachfrage nach Arbeitskräften der Fall ist) im Wesentlichen nicht auf unqualifizierte Arbeit, sondern konzentriert sich auf spezielle Segmente des Arbeitskräfteangebots." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor

  • Golinowska, Stanislawa

Bibliografische Daten

Golinowska, Stanislawa (2001): Regional diversification against migration processes * research summary. In: E. Hönekopp, S. Golinowska & M. Horalek (Hrsg.), Economic and labour market development and international migration. Czech Republic, Poland, Germany. Results of an international research project, (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 244), Nürnberg, S. 173-215.
 

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