Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Wirtschaftliche Integration und Arbeitskräftewanderungen in der EU

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"Ökonomisch bedingte Wanderungen von Arbeitskräften hängen in starkem Maße von Einkommensunterschieden zwischen Ländern oder Regionen ab. Im Laufe der europäischen Integration haben sich diese Unterschiede verringert. Damit hat ein wesentlicher Wanderungsgrund an Bedeutung verloren. Es ist deshalb in Zukunft keine spektakuläre Arbeitsmigration zwischen den EU-Ländern zu erwarten. Dies bedeutet nicht, dass die Arbeitskräftewanderungen zum Erliegen kommen. In bestimmten Bereichen werden diese sogar zunehmen können: bei Fachkräften und hochqualifizierten Arbeitskräften - sie werden überall gefragt sein - bei Grenzarbeitnehmern und bei befristeter Zuwanderung. Im Hinblick auf die Osterweiterung der EU ist für Polen - als dem größten Beitrittsland - festzustellen, dass die wirtschaftlichen Unterschiede zu Deutschland noch erheblich sind und die zu erwartenden Umstrukturierungen in Landwirtschaft, Bergbau, Schwerindustrie usw. große Freisetzungen zur Folge haben werden. Zugleich ist aber auch festzustellen, dass sich für Polen inzwischen ähnliche Annäherungstendenzen zeigen wie seinerseits in den Mittelmeerländern bei der Süderweiterung: Handelsausweitung mit den bisherigen EU-Ländern, insbesondere Deutschland, und ein vergleichsweise hohes Wirtschaftswachstum, was sich positiv auf dem Arbeitsmarkt auswirkt. Dadurch wird der Abwanderungsdruck vermindert. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die volle Freizügigkeit erst nach einer mehrjährigen Übergangsfrist nach dem Beitritt gewährt wird - wie bei der Süderweiterung." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor

  • Werner, Heinz

Bibliografische Daten

Werner, Heinz (2002): Wirtschaftliche Integration und Arbeitskräftewanderungen in der EU. In: G. Kleinhenz (Hrsg.), IAB-Kompendium Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, (Beiträge zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, 250), Nürnberg, S. 187-199.
 

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