Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Types of FDI and determinants of affiliate size: the classification makes the difference

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Kurzbeschreibung

"Dieses Papier beschäftigt sich mit der Klassifikation von Motiven für ausländische Direktinvestitionen (FDI). Da häufig keine direkten Informationen zum Motiv vorliegen, existieren mehrere indirekte Maße um multinationale Unternehmen den zwei Haupttypen von Direktinvestitionen zuzuweisen. Während vertikale Direktinvestitionen (VFDI) mit einer internationalen Aufteilung des Produktionsprozesses aus Gründen der Kostenersparnis zusammenhängen, werden horizontale Direktinvestitionen (HFDI) getätigt um neue Märkte zu erschließen. Ein häufig verwendeter Ansatz um den Hauptgrund der Unternehmen für die Auslandsinvestition zu bestimmen ist, die Branchenzugehörigkeit des Mutterunternehmens mit derjenigen des Tochterunternehmens zu vergleichen. Es stellt sich die Frage, wie zuverlässig dieses Maß für die Identifikation der Investitionsmotive ist. Die Daten der IAB-ReLOC Befragung ermöglichen es, die Einteilung der Investitionsmotive von multinationalen Unternehmen in vertikale und horizontale Direktinvestitionen im Detail zu untersuchen. Neben der Branchenzugehörigkeit, die in konventionellen Ansätzen verwendet wird, um FDI-Typen zu kategorisieren, beinhalten die Befragungsdaten auch eine Selbsteinschätzung der Unternehmen hinsichtlich ihres Hauptmotivs für die Investition im Nachbarland und Informationen zum firmeninternen Handel mit Vorprodukten zwischen dem deutschen Mutter- und dem tschechischen Tochterunternehmen. Auf Basis dieser fundierten Datenbank beleuchten wir die Relevanz der Produktivität in den deutsch-tschechischen FDI-Beziehungen. Wir verfolgen einen Referenzgruppenansatz, indem wir deutsche multinationale Unternehmen, die eine Tochterfirma in Tschechien haben, mit deutschen Unternehmen ohne ausländische Direktinvestitionen vergleichen. Die Angaben der deutschen multinationalen Unternehmen ermöglichen es uns, die Höhe der Auslandsinvestition gemessen als Zahl der Beschäftigten in der tschechischen Niederlassung zu untersuchen. Wir verwenden ein zweistufiges Heckman-Verfahren um für eine mögliche Selektionsverzerrung zu kontrollieren: Auf der ersten Stufe analysieren wir die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen zur Gruppe der multinationalen Investoren gehört. Die zweite Stufe untersucht die Beziehung zwischen Produktivität und der Größe der ausländischen Tochterfirma. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Produktivität nicht nur ein entscheidender Faktor für die Investitionsentscheidung ist, sondern auch eine wichtige Rolle für die Zahl der Beschäftigten in der tschechischen Niederlassung spielt. Insbesondere decken wir Unterschiede zwischen direkten und indirekten Klassifikationsmaßen auf. Die Höhe horizontaler Investitionen wird nur bei den Klassifikationen, die auf den Angaben aus der Befragung basieren, signifikant von der Produktivität des Mutterunternehmens beeinflusst. Dieses Ergebnis bestätigt sowohl theoretische Erwartungen als auch bisherige empirische Untersuchungen und steht im Kontrast zu den Resultaten für indirekte Messkonzepte. Daraus schließen wir, dass hinsichtlich der Interpretation von Unterschieden zwischen vertikalen und horizontalen Direktinvestitionen besondere Vorsicht geboten ist, wenn approximative Klassifikationskonzepte verwendet werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor


Bibliografische Daten

Hecht, Veronika; Moritz, Michael; Noska, Patricia; Schäffler, Johannes (2016): Types of FDI and determinants of affiliate size: the classification makes the difference. (IAB-Discussion Paper, 25/2016), Nürnberg, 32 S.
 

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