Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Navigation zu den wichtigsten Bereichen.

Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Internationale Analyse: Günstige Streikbilanz in Deutschland

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"Im internationalen Vergleich gibt es in Deutschland viel weniger Streiktage als andernorts. Das zeigt eine IAB-Studie, die das Streikvolumen in 17 OECD-Ländern über drei Jahrzehnte hinweg (1970 bis 2000) untersucht. Dabei nimmt Deutschland in Sachen Arbeitsfrieden durchwegs einen Spitzenplatz ein. Die multivariate ökonometrische Analyse zeigt auch die streikmindernden Einflussfaktoren: Länder mit stark koordinierten Tarifverhandlungen weisen insbesondere in den 70er und 80er Jahren geringere Streikvolumina auf als andere. Diese Unterschiede werden aber im Zeitablauf geringer und sind in den 90er Jahren statistisch nicht mehr signifikant. Im betrachteten Zeitraum ist insgesamt ein abnehmender Trend des Streikvolumens zu beobachten: Arbeitskämpfe sind überall seltener und kürzer geworden. Damit relativiert sich zwar der Stellenwert von Streiks. Die Abkehr von koordinierten Tarifverhandlungen könnte sich aber bei einer Umkehr des aktuellen Trends leicht rächen. Deshalb sollte der Vorteil eines korporatistischen Tarifsystems in der Diskussion hinreichend gewürdigt werden. Will man diesen Vorteil erhalten, sollte man mehr Flexibilität eher innerhalb als außerhalb des bestehenden Systems anstreben." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Grafiken

Autorin / Autor


Bibliografische Daten

Ludsteck, Johannes (2005): Internationale Analyse: Günstige Streikbilanz in Deutschland. (IAB-Kurzbericht, 13/2005), Nürnberg, 4 S.
 

Infobereich.

Abspann.