Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Kumulative Arbeitslosigkeit

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"In Anbetracht steigender Arbeitslosenzahlen stellt sich verstärkt die Frage, wie die Betroffenen die soziale Erfahrung von Arbeitslosigkeit in ihrem weiteren Erwerbsleben beruflich bewältigen. Differenzierte Aussagen hierüber ermöglicht für die zurückliegenden Jahre 1978 bis 1982 eine kürzlich abgeschlossene vierjährige Längsschnittuntesuchung bei ehemaligen Arbeitslosen und beschäftigten Arbeitnehmern im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums. In bezug auf die Stabilität des Berufsverlaufs im Anschluß an Arbeitslosigkeit zeigen die Ergebnisse vor allem folgendes: ++ Obgleich die große Mehrheit (90%) der Betroffenen im Anschluß an Arbeitslosigkeit wieder eine Beschäftigung aufnimmt, handelt es sich hierbei in vielen Fällen nicht um eine dauerhafte Wiedereingliederung in den Erwerbsprozeß. ++ Nur rund jedem zweiten (52%) der Arbeitslosen vom Herbst 1977 ist in den darauffolgenden viereinhalb Jahren eine stabile Wiedereingliederung in den Erwerbsprozeß gelungen. ... ++ Der Vergleich von Berufsverläufen ehemaliger Arbeitsloser und beschäftigter Arbeitnehmer zeigt, daß sich Arbeitslosigkeitsrisiken stark bei Arbeitskräften konzentrieren, die auch in der Vergangenheit bereits Arbeitslosigkeitserfahrungen machen mußten. ... ++ Für den beruflichen Wiedereingliederungsprozeß Arbeitsloser bei instabiler Beschäftigungsentwicklung hat dies weitreichende Konsequenzen: Die Konzentration von Arbeitslosigkeitsrisiken bei ehemals arbeitslosen Arbeitnehmern führt im längeren zeitlichen Verlauf zu "kumulativer Arbeitslosigkeit"." (Autorenreferat)

Autorin / Autor

  • Büchtemann, Christoph F.
  • Rosenbladt, Bernhard von

Bibliografische Daten

Büchtemann, Christoph F.; Rosenbladt, Bernhard von (1983): Kumulative Arbeitslosigkeit * Wiedereingliederungsprobleme Arbeitsloser bei anhaltend ungünstiger Beschäftigungslage. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 16, H. 3, S. 262-275.
 

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