Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Recalls - Wiederbeschäftigung im alten Betrieb

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"In dem Beitrag werden erstmalig Umfang und Verteilung von Recalls in der Bundesrepublik Deutschland untersucht und in Bezug zu den gesamten Einstellungsvorgängen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung gesetzt. Die empirischen Ergebnisse beruhen auf Auswertungen der IAB-Beschäftigungsprobe für die Jahre 1975-1990.
- Von 7,5 Mio. Arbeitsaufnahmen gegen Entgelt waren 1989 6,87 Mio. begonnene Beschäftigungsverhältnisse und 630.000 Fortsetzungen der Beschäftigung nach versicherungsrechtlichen Unterbrechungen, bei denen der Anspruch auf den Arbeitsplatz erhalten blieb;
- 1,2 Mio. Einstellungen entfielen auf die erstmalige sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Arbeitnehmern;
- 5,67 Mio. Einstellungen wurden nach vorausgehender Arbeitslosigkeit oder Nicht-Erwerbstätigkeit vorgenommen. Darunter waren 821.000 Recalls in den zuletzt beschäftigenden Betrieb und 4,85 Mio. Betriebswechsel mit z.T. längerfristiger Nichtbeschäftigung.
Recalls machten also etwa 12% aller begonnenen Beschäftigungsverhältnisse aus. Sie fanden sich überwiegend in saisonabhängigen Wirtschaftszweigen und Außenberufen. Bei den Männern betrafen fast die Hälfte der Fälle Facharbeiter und Meister, bei den Frauen über 40% Teilzeitbeschäftigung. Mit Hilfe von rechtlichen und ökonomischen Kriterien wird eine Typologie der Recalls erstellt, nach der bei den Männern 30% saisonaler Beschäftigung, 30% Aushilfstätigkeiten, 20% konjunkturell bedingten Recalls und 18% Rückrufen nach längerer Nichterwerbstätigkeit ohne Leistungsbezug zugeordnet werden. Bei den Frauen verteilen sich die Rückrufe zu 60% auf Aushilfen, 10% Saisonbeschäftigung und je 15% auf Rückrufe aus konjunkturellen Gründen bzw. nach Nichterwerbstätigkeit. Bei den Männern wurden 2-3% der Recalls nach geförderten Fortbildungsmaßnahmen vorgenommen (Frauen weniger als 1%). Für Männer nimmt die Häufigkeit von Recalls in bezug auf die Einstellungen mit der Betriebsgröße ab, während Frauen in mittleren Betrieben die größte Rückrufchance haben. Die Verbreitung von Recalls nach Wirtschaftzweigen, Berufen und weiteren Merkmalen wird im Tabellenanhang dargestellt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor

  • Mavromaras, Kostas G.
  • Rudolph, Helmut

Bibliografische Daten

Mavromaras, Kostas G.; Rudolph, Helmut (1995): Recalls - Wiederbeschäftigung im alten Betrieb. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 28, H. 2, S. 171-194.
 

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