Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Demografische Aspekte der Arbeitsmarktentwicklung

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Kurzbeschreibung

"Demografie und Angebotsseite des Arbeitsmarktes hängen eng zusammen. In diesem Beitrag werden die Auswirkungen der Bevölkerungsentwicklung auf das Angebot an Arbeitskräften untersucht und ausgewertet. Dies geschieht unter langfristigen Gesichtspunkten, nach Möglichkeit werden ein 40jähriger Beobachtungszeitraum und eine ebenso lange Projektionsperiode in Betracht gezogen. Dies erfordert aber im allgemeinen eine Beschränkung auf die alten Bundesländer. Zunächst erfolgt eine Darstellung der Entwicklung der Bevölkerung. Sinkende Geburtenziffern bei steigender Lebenserwartung bis zu einer negativen natürlichen Bevölkerungsbilanz haben zu einer ausgeprägten Alterungstendenz der Bevölkerung geführt. Auch die Wanderungseinflüsse haben daran nichts grundlegendes ändern können. Überlagert wird dieser Trend von den Auswirkungen des 'Geburtenberges' der sechziger Jahre, die sich wellenförmig in der Bevölkerungsstruktur niederschlagen. Anhand von Altersstruktur und von sogenannten demografischen Belastungsquoten wird die zunehmende Alterung der Bevölkerung aufgezeigt und quantifiziert. Dazu wird ausführlich dargelegt, daß die prognostischen Ergebnisse gegenüber alternativen Projektionsannahmen relativ stabil sind und daher eine sehr hohe Eintrittswahrscheinlichkeit besitzen. In die Entwicklung der Altersstruktur des Erwerbspersonenpotentials geht zusätzlich die Veränderung der Erwerbsbeteiligung ein. Die Grundtendenz einer durchschnittlichen Alterung auch des Potentials wurde und wird dadurch aber nicht beeinträchtigt. Mikro- und makroökonomische Erfordernisse aus der zu erwartenden Alterung des Erwerbspersonenpotentials werden kurz diskutiert. In den Erwerbsquoten spiegelt sich die Teilnahme der Bevölkerung am Erwerbsleben. Nach 5-Jahres-Altersgruppen strukturiert ist der Rückgang der Erwerbsbeteiligung seit 1974 bei den jüngeren Männern (15-29 Jahre) etwa genau so groß wie der bei den Männern am oberen Altersrand (50-64 Jahren). Bei den Frauen beschränkt sich die abnehmende Erwerbsbeteiligung auf die äußersten Altersgruppen (15-19 bzw. 60-64 Jahre), ansonsten ist zunehmende Arbeitsmarktbeteiligung zu beobachten. Diese Entwicklungsmuster werden anhand der Erwerbsquoten einzelner Altersjahre noch weiter ausdifferenziert." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor

  • Thon, Manfred

Bibliografische Daten

Thon, Manfred (1995): Demografische Aspekte der Arbeitsmarktentwicklung * die Alterung des Erwerbspersonenpotentials. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 28, H. 3, S. 290-299.
 

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