Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Firmenlohndifferenziale und Tarifverträge

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"Theoretische und empirische Studien zeigen, dass das individuelle Arbeitseinkommen nicht nur von den individuellen produktivitätsrelevanten Eigenschaften eines Arbeitnehmers abhängt. Auch der Arbeitgeber und dessen Entgeltpolitik haben einen eigenständigen Einfluss auf die Höhe der Entlohnung, was sich in der Zahlung von Firmenlohndifferenzialen niederschlägt. Das wesentliche Anliegen des Beitrags besteht darin, den Zusammenhang zwischen dem Vergütungsregime - Anwendung eines Flächentarifvertrages, Anwendung eines Haustarifvertrages oder individuelle Lohnaushandlung - und der Höhe und Streuung entsprechender Firmenlohndifferenziale zu analysieren. Die Untersuchung basiert auf der niedersächsischen Stichprobe der Lohn- und Gehaltsstrukturerhebung für das Jahr 1995, die sowohl Informationen über Beschäftigte und Betriebe als auch über die Anwendung von Tarifverträgen enthält. Methodisch wird ein Mehrebenenmodell, das explizit die hierarchische Natur der Daten berücksichtigt, geschätzt. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass eine Anwendung von Tarifverträgen vor allem dadurch mit höheren Einkommen einhergeht, dass die Basisentlohnung für alle Beschäftigten eines Betriebes steigt. Weiterhin verringert sich die geschlechtsspezifische Lohnlücke im Betrieb bei Anwendung eines Tarifvertrages. Für die Ertragsraten der Schulbildung sowie der potenziellen Berufserfahrung lassen sich hingegen keine systematischen Unterschiede zwischen den Vergütungsregimes nachweisen, was vor dem Hintergrund einer gewerkschaftlichen Lohnpolitik, die zumindest programmatisch auf Lohnstandardisierung und -komprimierung abzielt, überrascht." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor


Bibliografische Daten

Stephan, Gesine; Gerlach, Knut (2003): Firmenlohndifferenziale und Tarifverträge * eine Mehrebenenanalyse. In: Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Jg. 36, H. 4, S. 525-538.
 

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