Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Pendler in Berlin und Brandenburg nach der Beschäftigungsstatistik vom Juni 2003

Kurzbeschreibung

"Auch im Jahr 2003 konnte der Beschäftigungsabbau in Berlin und Brandenburg nicht gestoppt werden. Gleichzeitig hat sich die räumliche Mobilität der Beschäftigten in der Region unterschiedlich entwickelt.
Trotz sinkender Beschäftigung nimmt die Anziehungskraft der Metropole Berlin für Arbeitskräfte, die außerhalb wohnen, zu. Es pendelten mehr Beschäftigte nach Berlin als im Vorjahr, zwei Drittel davon kamen aus Brandenburg. Dagegen nahm die Gesamtzahl der Berliner Auspendler zum zweiten Mal in Folge ab. Der positive Pendlersaldo für Berlin mit 82.300 mehr Einpendlern als Auspendlern stieg 2003 auf einen bisherigen Höchsttand. Einen Großteil der Berliner Auspendler zog es neben Brandenburg auch in die alten Bundesländer. Gründe hierfür könnten die dort günstigere Arbeitsmarktentwicklung und die Verlagerungen ehemaliger Berliner Behörden nach Bonn sein. Aber auch hier zeigt, sich aktuell erneut ein Rückgang der Auspendlerzahlen in die alten Länder.
Die Auspendlerzahl Brandenburgs lag mit 210.900 Personen etwas höher als im Vorjahr (763 Personen oder 0,4%). Da die Einpendlerzahl nach Brandenburg leicht sank, erhöhte sich der negative Pendlersaldo (Auspendlerüberschuss) mit 122.300 auf den höchsten Wert seit Mitte der 1990er Jahre.
Bei den Pendlerbeziehungen zwischen Berlin und Brandenburg ist im Jahresvergleich eine gegenläufige Entwicklung festzustellen. Während die Zahl der Brandenburger Auspendler nach Berlin um 1.620 bzw. 1,1% auf 146.270 Personen zunahm, sank die Zahl der Berliner Auspendler nach Brandenburg um 380 auf 54.800 ab.
Die Pendlerströme zwischen Berlin und Brandenburg konzentrierten sich in beiden Richtungen vor allem auf die berlinnahe Region Brandenburgs (engerer Verflechtungsraum). Fast 87% der Brandenburger Einpendler nach Berlin kamen aus dem Umland. Annähernd 90% der Berliner Auspendler nach Brandenburg waren im Umland beschäftigt. Hierzu hat die vergleichsweise positive Beschäftigungsentwicklung im Umland Berlins beigetragen. Im Vergleich mit anderen Ballungsräumen in Deutschland fiel die Pendlerverflechtung zwischen Berlin und Brandenburg wesentlich geringer aus. Der Entwicklungsrückstand gegenüber anderen Großstadtregionen konnte jedoch in den letzten Jahren reduziert werden." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor


Bibliografische Daten

Bogai, Dieter; Wiethölter, Doris (2004): Pendler in Berlin und Brandenburg nach der Beschäftigungsstatistik vom Juni 2003 * Jahresbericht 2003. Berlin, 24 S.
 

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