Partnersuche im Internet
Kurzbeschreibung
"In der vorliegenden Studie untersuchen wir die Bedeutung der Bildung im Prozess der Partnerwahl auf 'digitalen Heiratsmärkten'. Hierzu werten wir einen einzigartigen Datensatz einer Online-Kontaktbörse aus, der es ermöglicht, frühe Phasen des Partnerwahlprozesses von Männern und Frauen bei der Online-Partnersuche anhand des wechselseitigen elektronischen Nachrichtenverkehrs anonymisiert zu rekonstruieren. Unsere Ergebnisse zeigen zunächst eine klare Tendenz zu bildungshomophilem Kontaktverhalten, also einer Partnerwahl 'auf Augenhöhe'. Unsere Resultate stützen zudem die austauschtheoretische Hypothese, dass die Bildungshomophilie mit dem Niveau der eigenen Bildung stark zunimmt; dies zeigt sich gerade bei Frauen recht stark. In bildungsheterophilen Konstellationen zeigen Frauen eine deutliche Abneigung, sich bildungsmäßig 'abwärts' zu orientieren; zudem kontaktieren sie auch absolut häufiger Partner mit höheren Bildungsabschlüssen. Bei den Männern ist dies umgekehrt. Sie kontaktieren häufig Partnerinnen mit niedrigerem Bildungsniveau. Unsere Ergebnisse sprechen insgesamt für eine weitgehende Übertragung traditioneller geschlechtsspezifischer Suchstrategien in die neuen digitalen Heiratsmärkte und dämpfen die in der Literatur verbreitete Annahme, das Internet wirke eher sozial öffnend als schließend." (Autorenreferat, IAB-Doku)
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Autorin / Autor
Bibliografische Daten
Skopek, Jan; Schulz, Florian; Blossfeld, Hans-Peter (2009): Partnersuche im Internet * bildungsspezifische Mechanismen bei der Wahl von Kontaktpartnern. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 61, H. 2, S. 183-210.
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