Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Soziale Mobilität, Ursachen für Auf- und Abstiege

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"Der Bericht untersucht soziale Mobilität und ihre Ursachen aus einer längsschnittlichen Perspektive des Lebensverlaufs. Hierfür werden insbesondere die Daten der Großerhebungen der Deutschen Sozial- und Wirtschaftsforschung (z.B. SOEP, ALLBUS, PASS) und der amtlichen Statistik (z.B. Mikrozensus) verwendet. Kapitel 1 gibt einen Überblick über den Aufbau des Berichts und die verwendeten Konzeptionen. Vor dem Hintergrund der Armutsberichterstattung ist das Vorgehen bei den Analysen zum Kindes- und Jugendalter mehrdimensional: Neben der überwiegend durch das Einkommen der erwachsenen Haushaltsmitglieder determinierten Armutsdynamik (Kapitel 2) werden hier auch die Bildungsübergänge der Kinder selbst als entscheidende Weichenstellung für deren zukünftige soziale Lage berücksichtigt (Kapitel 3). Bei den jungen Erwachsenen konzentriert sich der Bericht auf die Übergänge von der Schule in die Berufsausbildung und von der Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt als entscheidende Determinanten für die zukünftige individuelle Wohlfahrtsentwicklung (Kapitel 4). Der Fokus im mittleren und höheren Erwachsenenalter liegt insbesondere auf einkommensbasierten sozialen Aufstiegen (Kapitel 6) bzw. Abstiegen (Kapitel 5) aus bzw. in Armut oder Armutsgefährdung. Ergänzt wird die Lebensverlaufsperspektive vom Kindesalter bis ins höhere Erwachsenenalter durch die Berücksichtigung der Entwicklung intergenerationaler sozialer Mobilität im Zeitverlauf (Kapitel 7) und durch subjektive Indikatoren für die soziale Position und soziale Mobilität einer Person (Kapitel 8). Die wichtigsten Befunde der Studie können in zehn Botschaften zusammengefasst werden:
1. Erwerbstätigkeit ist die wichtigste Stellschraube zur Vermeidung von Armut.
2. Eine verstärkte Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen senkt das Armutsrisiko von Familien.
3. Alleinerziehende sind besonders armutsgefährdet und sollten daher verstärkt gefördert werden.
4. Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Bekämpfung von Armut.
5. Lebenslanges Lernen kann gefährdete Gruppen durch eine gezielte Förderung vor Armut schützen.
6. Maßnahmen zur Förderung sozialer Teilhabe von Kindern und Jugendlichen senken das spätere Armutsrisiko.
7. Bei der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sollte die Dauer der Armutserfahrungen dieser Kinder und Jugendlichen berücksichtigt werden.
8. Eine intakte Gesundheit schützt vor Armut.
9. Eine Vielzahl von möglichen Gelingensbedingungen ist in ihrer Wirkkraft noch nicht bestätigt und bedarf einer begleitenden Evaluation.
10. Die Befunde der Trendanalysen zu sozialen Auf- und Abstiegen deuten nicht auf eine zunehmende gesellschaftliche Dynamik hin." (Textauszug, IAB-Doku)

Autorin / Autor

  • Pollak, Reinhard
  • Allmendinger, Jutta
  • Ehlert, Martin
  • Gatermann, Dörthe
  • Heisig, Jan Paul
  • Kohl, Steffen
  • Radenacker, Anke
  • Schmeißer, Claudia
  • Trappmann, Mark
  • Beste, Jonas

Bibliografische Daten

Pollak, Reinhard (Proj.Ltr.); Allmendinger, Jutta (Proj.Ltr.); Ehlert, Martin; Gatermann, Dörthe; Heisig, Jan Paul; Kohl, Steffen; Radenacker, Anke; Schmeißer, Claudia; Trappmann, Mark; Beste, Jonas (2013): Soziale Mobilität, Ursachen für Auf- und Abstiege * Studie für den 4. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Forschungsbericht. (Lebenslagen in Deutschland. Armuts- und Reichtumsberichterstattung der Bundesregierung, 04), Bonn, 313 S.
 

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