Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Beschäftigung und Erwerbsteilhabe von Arbeitnehmern/-innen in Niedersachsen

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Kurzbeschreibung

"In dieser Arbeit werden regionale Beschäftigungsunterschiede zwischen Niedersachsen und den anderen westlichen Bundesländern, aber auch zwischen drei niedersächsischen Regionstypen analysiert. Vor allem der getrennten Betrachtung der Beschäftigung von Frauen und Männern kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Vor dem Hintergrund des jeweiligen Gesamtbeschäftigungsgrades zeigt sich, dass es eine negative Beziehung zwischen geringfügiger Beschäftigung (Minijobs) und sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung (SVB) gibt. Im Rahmen dieser Untersuchung - wie auch aus exemplarisch benannter Literatur - kann jedoch nicht abgeleitet werden, in welchem relationalen Umfang und Kontext von Branchenstruktur, Betriebsgröße, Lohnhöhe beziehungsweise anderer Rahmenbedingungen diese Interdependenz steht. Selbige Wechselbeziehung kann im Rahmen dieser Arbeit jedoch in einen weiteren Gesamtzusammenhang gestellt werden. Dies ist möglich am Beispiel einer Auswahl von Kreisen aus dem westlichen Niedersachsen (Region 'NDS West'), wo die beschriebene negative Beziehung zwischen Minijobs und SVB im besonderen Maße sichtbar wird.
Vorliegende repräsentative Befragungsergebnisse von Hausfrauen, die eine geringfügige Beschäftigung ausüben, ergänzt um regional vergleichende Analysen der Höhe und Art der Erwerbsbeteiligung lassen gerade für NDS West den Schluss zu, dass die beschriebene Wechselbeziehung in direktem Zusammenhang mit den Kinder-Betreuungspflichten unter gleichzeitiger Einschränkung realisierter Erwerbsteilhabe steht. Untermauert werden diese Beobachtungen durch einen regionalen Vergleich der Minijob-Beschäftigungsquoten mit den Betreuungsquoten von Kindern auf Kreisebene, wobei eine relativ hohe negative Korrelation ermittelt werden konnte. Die Minijob-Beschäftigungsquoten und die Kinder-Betreuungsquoten bewegen sich somit zu einem hohen Grad gegenläufig, wobei die genannten Befragungsergebnisse zur Motivationslage darauf schließen lassen, dass die Mehrheit der Minijobberinnen möglicherweise aufgrund der ungünstigen regionalen Kinderbetreuungssituation an der Ausweitung ihrer Arbeitszeit beziehungsweise der Ausübung eines vollständig sozialversicherungsrechtlich abgesicherten Jobs gehindert ist und nicht umgekehrt." (Autorenreferat, IAB-Doku)

Autorin / Autor


Bibliografische Daten

Harten, Uwe (2015): Beschäftigung und Erwerbsteilhabe von Arbeitnehmern/-innen in Niedersachsen * hohe Zahl von Minijobberinnen in westlichen Regionen des Landes. (IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Niedersachsen-Bremen, 02/2015), Nürnberg, 43 S.
 

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