Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Firms and labor market inequality

Verfügbarkeit

Kurzbeschreibung

"Zunächst präsentieren wir einen Überblick über die Literatur zu den Triebfedern von Ungleichheiten am Arbeitsmarkt auf Firmenebene. Es gibt aus mehreren Richtungen mittlerweile starke Evidenz dafür, dass die Standardmaße für Produktivität, wie z. B. Output pro Beschäftigter oder die totale Faktorproduktivität, erheblich über Firmen, ja sogar in eng abgegrenzten Wirtschaftszweigen, variieren. Dabei zeigen mehrere Studien, dass der Trend zu einer zunehmenden Produktivitätsdispersion zwischen Firmen den Trend in der Lohnungleichheit zwischen Beschäftigten widerspiegelt. In der Literatur gibt es nun zwei Stränge, die sich unmittelbar mit der Verbindung zwischen diesen beiden Phänomenen beschäftigen. Im ersten Strang wird dabei untersucht, inwieweit Löhne durch Unterschiede in der Produktivität von Arbeitgebern beeinflusst werden. Diese Studien fokussieren sich dabei auf firmenspezifische Produktivitätsschocks, wobei sie für eine nicht randomisierte Zuordnung von Beschäftigten auf mehr oder weniger produktive Firmen kontrollieren. Typischerweise führt dabei eine zehn prozentige Erhöhung der Wertschöpfung pro Arbeitnehmer zu einem Anstieg der Löhne zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. Der zweite Literaturstrang stellt auf firmenspezifische Lohnaufschläge ab, zu deren Ermittlung die Lohnpositionen von Berufswechslern herangezogen werden. Dabei zeigt sich, dass die Lohnsetzung der Firmen bedeutenden Einfluss auf die Lohnungleichheit ausübt. Zahlreiche Studien zeigen, dass firmenspezifische Lohneffekte ungefähr 20 Prozent der Gesamtvarianz der Löhne ausmachen. Um diese Ergebnisse entsprechend interpretieren zu können, entwickeln wir in einem ersten Schritt ein Modell, in dem Beschäftigte das Arbeitsumfeld als imperfektes Substitut wahrnehmen und Firmen über eine gewisse Marktmacht bei der Lohnsetzung verfügen. Bereits in einer einfachen Versionen steht dieses Modell in Einklang mit den stilisierten empirischen Ergebnisse der Literatur bezüglich den Elastizitäten von rent sharing und der Struktur von firmenspezifischer Lohnaufschlägen." (Autorenreferat, IAB-Doku)

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Autorin / Autor


Bibliografische Daten

Card, David; Cardoso, Ana Rute; Heining, Jörg; Kline, Patrick (2016): Firms and labor market inequality * evidence and some theory. (IAB-Discussion Paper, 19/2016), Nürnberg, 62 S.
 

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