Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Verdeckte Armut in Deutschland

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Kurzbeschreibung

In der Studie werden Ausmaß und Hintergründe der verdeckten Armut in Deutschland, die durch die Nicht-Inanspruchnahme von Sozialleistungen verursacht wird, untersucht. Als Datengrundlage für die Mikrosimulation dienen die Einkommens- und Verbraucherstichprobe (EVS), das Sozioökonomische Panel (SOEP) und die Niedrigeinkommens-Panel (NIEP). Die Berechnungen beziehen sich auf das Jahr 1998 bzw. 2003. Die geschätzten Quoten der Nicht-Inanspruchnahme liegen in einem Bereich von 34 Prozent und 50 Prozent, das heißt, die Gesamtzahl der Bedürftigen lag 1998 um 52 Prozent bis 100 Prozent über der Zahl der Leistungsempfänger. Daraus ergibt sich für die deutsche Bevölkerung eine Bandbreite von 1,2 bis 2,2 Millionen Menschen, die 1998 von einem Einkommen unterhalb der Sozialhilfeschwelle lebten. Hinzu kommt etwa eine halbe Million Ausländer in verdeckter Armut, so dass für Ende der 1990er Jahre von mindestens 2 Millionen Betroffenen auszugehen ist. Wesentliche Ursachen sind offenbar, dass viele Bedürftige die relevanten gesetzlichen Regelungen nicht kennen oder mit der Inanspruchnahme staatlicher Hilfeleistungen Stigmatisierungsängste verbinden. Dem könnte entgegengewirkt werden, indem offensiv über bestehende Ansprüche informiert und ein vorurteils- und diskriminierungsfreies Klima im Umgang mit Hilfebedürftigen gefördert wird. (IAB)

Autorin / Autor

  • Becker, Irene

Bibliografische Daten

Becker, Irene (2007): Verdeckte Armut in Deutschland * Ausmaß und Ursachen. (Friedrich-Ebert-Stiftung, Fachforum Analysen und Kommentare. Arbeitspapier, 2), Berlin, 20 S.
 

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