Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Die Arbeitsmarktsituation von langzeitarbeitslosen Menschen 2016

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Kurzbeschreibung

"Das Wichtigste in Kürze:
- Die Arbeitslosigkeit war in den ersten fünf Jahren nach der Jahrtausendwende - mit Ausnahme des Jahres 2001 - Jahr für Jahr gestiegen und erreichte 2005 verstärkt durch einen statistischen Sondereffekt (infolge der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende) mit 4,86 Millionen einen Rekordwert. Die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen erlangte ein Jahr später ihren Höchstwert mit 1,86 Millionen.
- Infolge der Arbeitsmarktreformen 2005 und der wirtschaftlichen Belebung ab 2006 war sowohl die Arbeitslosigkeit als auch die Langzeitarbeitslosigkeit spürbar gesunken. Die Wirtschafts- und Finanzkrise drei Jahre später hat diese Entwicklung dann vorübergehend ausgebremst.
- 2016 waren im Jahresdurchschnitt 2,69 Millionen Menschen bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter arbeits-los gemeldet (-3, Prozent im Vorjahresvergleich). 0,99 Millionen oder 37 Prozent von ihnen waren ein Jahr oder länger auf der Suche nach einer Beschäftigung, 4,4 Prozent weniger als 2015.
- Der etwas stärkere Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit erklärt sich zum einen durch die stärkere präventive Ausrichtung der BA - die Übertritte in Langzeitarbeitslosigkeit sind im Vorjahresvergleich sichtbar gesunken. Außerdem wurde die Förderung mit Maßnahmen aktiver Arbeitsmarktpolitik für langzeitarbeitslose Menschen ausgeweitet.
- Ein vergleichsweise hohes Risiko langzeitarbeitslos zu sein haben ältere Menschen und Geringqualifizierte.
- 187.000 langzeitarbeitslosen Menschen gelang es 2016 eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt inkl. selbständiger Tätigkeiten aufzunehmen.
- Langzeitleistungsbezieher in der Grundsicherung für Arbeitsuchende dürfen nicht mit Langzeitarbeitslosen gleichgesetzt werden. Von den 2,80 Millionen Langzeitleistungsbeziehern waren 1,22 Millionen oder 44 Prozent arbeitslos und davon 742.000 oder 61 Prozent langzeitarbeitslos.
- Im europäischen Durchschnitt waren im Jahr 2015 nach der Definition der ILO (International Labour Organisation) 4,5 Prozent der Erwerbspersonen langzeiterwerbslos. Deutschland hatte dabei mit 2,0 Prozent eine vergleichsweise niedrige Langzeiterwerbslosenquote. " (Textauszug, IAB-Doku)

Bibliografische Daten

Autorengemeinschaft (2017): Die Arbeitsmarktsituation von langzeitarbeitslosen Menschen 2016. (Berichte: Blickpunkt Arbeitsmarkt), Nürnberg, 24 S.
 

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