Aktuelle Befragungen
Wechselwirkungen zwischen Verwirklungschancen im Berufs- und Privatleben
Im Rahmen einer Kooperation mit dem Projekt „Wechselwirkungen zwischen Verwirklichungschancen im Berufs- und Privatleben“ des Sonderforschungsbereichs 882 „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ der Universität Bielefeld führt das IAB eine Betriebsbefragung durch. Dazu werden 120 Arbeitsorganisationen aus verschiedenen Branchen und Regionen, die durch ein statistisches Zufallsverfahren ausgewählt wurden, von IAB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern befragt. Ziel dieser Befragung und einer anschließenden Befragung von Beschäftigten aus diesen Arbeitsorganisationen ist es zu untersuchen, wie sich Berufs- und Privatleben wechselseitig beeinflussen. Betriebe spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie sowohl durch Anreize, die sie setzen, als auch durch Anforderungen, die sie stellen, in beiden Lebensbereichen erhebliche Auswirkungen auf Chancen und Risiken im Leben haben. Damit trägt das Forschungsprojekt erheblich zu den Hauptfragestellungen des Sonderforschungsbereichs bei: wie kommt es, dass aus Heterogenitäten, wie unterschiedlichen physischen Merkmalen kulturellen Vorlieben, Lebensstilen oder Qualifikationen, soziale Ungleichheiten entstehen?
Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich und dem Teilprojekt „Verwirklichungschancen im Berufs- und Privatleben“ erhalten Sie auch auf der Webseite des SFB 882: http://www.sfb882.uni-bielefeld.de
Impulspanel
Im Auftrag des IAB führt das Institut für Arbeit und Qualifikation (IAQ) eine Studie zum Thema „Impuls 50plus“ durch. Im Rahmen des Bundesprogramms „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte in den Regionen“ entstand das Modul C „Impuls 50plus“ als Sonderförderung, um älteren Arbeitslosen mit besonderen Vermittlungshemmnissen durch Aktivierung und Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit die Integration in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Bei diesem Projekt werden wiederholt insgesamt 900 Teilnehmende an den Maßnahmen im Rahmen von Impuls 50plus telefonisch befragt.
Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Fortschritte bei der Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum hinweg zu beobachten und diesen mit den unterschiedlichen Förderstrukturen der beteiligten Grundsicherungsstellen miteinander in Beziehung zu setzen. Um Informationen über die Förderstruktur der umsetzenden Grundsicherungsstellen zu erhalten, wird bei diesen jährlich eine standardisierte webbasierte Befragung zur Umsetzung des Programms durchgeführt.
Umsetzung der Beratungskonzeption im SGB III (UmBeKo)
Das IAB führt eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema „Umsetzung der Beratungskonzeption der BA (BeKo)“ durch. Mit der Durchführung der Erhebung wurde das Soziologische Forschungsinstitut e.V. (SOFI) an der Georg-August-Universität Göttingen beauftragt.
Das Projekt soll untersuchen, welche Erfahrungen die Agenturen bei der Umsetzung des Konzepts machen (Implementation) und inwieweit sich durch BeKo die konkrete Fallbearbeitung verändert (Interaktion). Im Rahmen des Projektes werden an sechs Standorten Beratungsgespräche beobachtet, Interviews mit Fachkräften, Kundinnen und Kunden geführt sowie Dokumente ausgewertet.
SAVE - Sparen und Zukunftsvorsorge
Deutschland steht vor großen wirtschafts- und sozialpolitischen Herausforderungen. Dabei spielen Fragen der Zukunftserwartungen und der Vorsorge eine entscheidende Rolle im Empfinden der Bevölkerung. Wie kann man diese qualitativ und quantitativ erfassen? Wie kann man ihnen politisch und wirtschaftlich entgegentreten?
Um diese Fragen zu beantworten, hat das Münchener Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel (MEA) eine eigene Panelumfrage, die deutsche SAVE Studie, mit dem Schwerpunkt Sparen und Zukunftsvorsorge ins Leben gerufen. Eines der wichtigsten Ziele ist es, die dynamische Veränderung des Sparverhaltens im Zeitablauf zu erfassen. In der neuen Welle (2011/2012) beteiligt sich auch das IAB. Die Befragung wird von TNS Infratest Sozialforschung, München durchgeführt.
Informationen zur Entgeltsicherung
Die Entgeltsicherung für ältere Arbeitnehmer ist ein Kombilohn speziell für ältere Arbeitslose. Aufgrund der bisher vergleichsweise geringen Eintrittszahlen soll in Kooperation mit der Universität Mannheim geprüft werden, ob ein verstärktes Marketing bei ausgewählten Arbeitslosen einen Effekt auf die Eintritte in die Förderung hat. Dafür versendet das IAB bundesweit an 2.600 zufällig ausgewählte ältere Arbeitslose entweder das offizielle BA-Merkblatt 19 zur Entgeltsicherung oder aber eine eigene Informationsbroschüre.
Arbeit und Verbraucherverhalten in Deutschland
Das IAB führt eine bundesweite wissenschaftliche Untersuchung zum Thema „Arbeit und Verbraucherverhalten in Deutschland“ durch. Für die Durchführung der Befragung wurde das LINK Institut (Frankfurt a.M.) beauftragt.
Ziel dieser Befragung von über 2.000 zufällig ausgewählten Personen ist es herauszufinden, wie sich die Situation der Menschen am Arbeitsmarkt vor allem auch im Zeitverlauf entwickelt. Neben diesen Erwerbsverläufen stellt die Untersuchung der Veränderungen des Freizeit- und Verbraucherverhaltens der deutschen Wohnbevölkerung einen weiteren Schwerpunkt der Studie dar. Darüber hinaus sollen die Ergebnisse der Studie zur Verbesserung der Fragebogengestaltung für Studien mit solchen Schwerpunkten beitragen.
BERUFSSTART plus
Im Auftrag des IAB untersucht das Institut für europäische Wirtschaftsforschung ZEW Mannheim die Initiative „BERUFSSTART plus“. Das Projekt „BERUFSSTART plus“ in Thüringen ist ein Gemeinschaftsprojekt der Thüringer Handwerkskammern, der Thüringer Industrie- und Handelskammern, des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, der Agenturen für Arbeit in Thüringen und des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die Initiative bereitet Schülerinnen und Schüler von Regel- und Gesamtschulen ab der 7. Klasse auf die Berufswahl vor und begleitet diese bis zu ihrem Abschluss und dem Start ins Berufsleben. Dabei geht es darum, verschiedene berufliche Perspektiven zu entwickeln, geeignete Berufsfelder oder Berufe zu erproben und die allgemeine Ausbildungsreife zu verbessern. Berufsorientierungsbausteine, die bei Bildungsträgern durchgeführt werden, geben einen Überblick über verschiedene Berufe und Tätigkeiten.
Es werden 25 Schulen untersucht. Bei dieser Studie wird neben der Befragung von Experten eine schriftliche Befragung von Schülern und Schülerinnen in Form einer Klassenraumbefragung durchgeführt. Die Untersuchung hat eine Laufzeit von ca. 2 Jahren.
Evaluation des Gründungszuschusses
Gemeinsam mit dem IZA - Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit GmbH führt das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) eine Studie zur Evaluation des Gründungszuschusses durch. Im Rahmen dieser Untersuchung werden durch das beteiligte Erhebungsinstitut infas - Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH rund 10.000 deutschlandweit zufällig ausgewählte Geförderte und Vergleichspersonen in einer repräsentativen Umfrage telefonisch befragt.
Zentraler Interessensgegenstand der Studie sind zunächst die Förderwirkungen des Gründungszuschusses. Als wesentliche Neuerung gegenüber früheren Untersuchungen sollen auch Vergleiche mit anderen, allerdings ungeförderten Unternehmen durchgeführt werden. Als weitere Neuerung werden neben Gründern, die bereits seit einiger Zeit am Markt aktiv sind, auch „frische“ Gründer interviewt, um den Prozess der Gründungsdynamik besser untersuchen zu können. Die geplante Untersuchung leistet damit einen eigenständigen wissenschaftlichen Beitrag zu einem tieferen Verständnis der Wirkung des Gründungszuschusses und dort gegebenenfalls auftretender Probleme.
Die aktuelle Feldphase ist abgeschlossen. 2012 findet eine zweite Erhebungswelle statt.
Befragung im Rahmen der „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels“
Im Rahmen des Programms „Initiative zur Flankierung des Strukturwandels“ (iflas) finanziert die Bundesagentur für Arbeit Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung für gering qualifizierte Arbeitslose mit Berufserfahrung. Dies geschieht zum einen, um dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken, zum anderen, um diesen Arbeitslosen mit der Möglichkeit, einen beruflichen (Teil-)Abschluss zu erwerben, eine „zweite Chance“ am Arbeitsmarkt zu eröffnen.
Im Auftrag der BA evaluiert das IAB die Initiative. Zu diesem Zweck führt das SOKO-Institut für Sozialforschung und Kommunikation Bielefeld eine telefonische Panelbefragung in drei Wellen mit Teilnehmerninnen und Teilnehmern an iflas und einer Kontrollgruppe gering qualifizierter Arbeitsloser durch. Die erste Welle startete im Oktober 2010, die Nachfolgewellen sind im im Herbst/Winter 2011 und Herbst/Winter 2012 geplant. Inhalte der Befragung sind die Einstellungen der Zielpersonen zu Erwerbsarbeit, allgemeine Lebenszufriedenheit sowie psychologische Konstrukte wie Kontrollüberzeugung und Selbstwirksamkeit. Zudem werden Inhalte der und Urteile über die Weiterbildungsmaßnahmen abgefragt.
Begleitforschung zum ESF-Modellprogramm "Perspektive Wiedereinstieg"
Ziel der Studie ist es, den Wiedereinstiegprozess von Frauen ins Berufsleben nach einer längeren familienbedingten Erwerbsunterbrechung – begründet durch die Erziehung von Kindern oder durch die Pflege Angehöriger – zu untersuchen.
Sie wird im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Das Forschungsinteresse richtet sich insbesondere auf die Faktoren, die beim Wiedereinstieg eine Rolle spielen und diesen begünstigen oder hemmen. Die Ergebnisse sind für Politik und Verwaltung von hohem Interesse und sollen als Basis für die Ausgestaltung künftiger bundesweiter Unterstützungsangebote zum Wiedereinstieg dienen.
Die Befragung wird in Form telefonischer Interviews vom Zentrum für Evaluation und Methoden (ZEM) der Universität Bonn im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt. Die Studie wird in mehreren Befragungswellen durchgeführt, die erste Befragung startet im Oktober 2010. Daneben werden persönliche Interviews mit Wiedereinsteigerinnen und Experteninterviews in den Modellregionen geführt. Die Teilnahme an der Befragung ist freiwillig und die erhobenen Daten werden anonymisiert ausgewertet.
Arbeiten und Lernen im Wandel
Mit der Studie "Arbeiten und Lernen im Wandel" wollen wir herausfinden, wie sich das Leben erwachsener Menschen in den letzten Jahren verändert hat. Wir möchten z.B. wissen, ob es junge Leute heute schwerer haben als früher, Arbeit zu finden, ob berufliche Fort- und Weiterbildung heute wichtiger ist als früher, ob sich Familie und Beruf heute besser vereinbaren lassen, welche Rolle Freunde oder Arbeitskollegen in Freizeit und Beruf spielen, wie (Weiter-)Bildung hilft, Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu überwinden.
Hierzu werden Informationen über den Werdegang Erwachsener in verschiedenen Lebensbereichen, wie beispielsweise Schule, Ausbildung, Beruf und Familie, erhoben.
Das Projekt wird vom IAB und dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH durchgeführt.
lidA leben in der Arbeit - eine Kohortenstudie zu Gesundheit und Älterwerden in der Arbeit
Ziel der Kohortenstudie „lidA - leben in der Arbeit“ ist es, den Einfluss von Arbeit und des bisherigen Erwerbsverlaufs auf die Gesundheit von Personen im höheren Erwerbsalter zu untersuchen. Hierzu werden differenzierte Informationen zum Erwerbsstatus, zu möglichen Belastungsfaktoren des Erwerbslebens sowie zum Gesundheitszustand der Befragten erhoben.
Das Projekt wird im Verbund mit der Bergischen Universität Wuppertal, der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Universität Ulm, dem IAB und dem infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH durchgeführt.
Von Frühjahr bis Herbst 2011 werden bundesweit ca. 6.600 persönliche Interviews mit Personen geführt, die zum 31.12.2009 erwerbstätig waren. Von August bis September 2010 fand eine Vorstudie mit ca. 200 Befragungen statt.
Eingliederungszuschüsse: Eine Implementationsstudie
Eingliederungszuschüsse sind in Deutschland ein bedeutendes Förderinstrument. Ein besonderes Merkmal des Eingliederungszuschusses ist die komplexe Zuweisungssituation, in die nicht nur Arbeitslose und Vermittler bzw. Fallmanager eingebunden sind, sondern für die der einstellende Betrieb als dritter Akteur hinzukommt. Das Institut Arbeit und Qualifikation (Universität Duisburg-Essen) führt für das IAB eine qualitative Studie der Eingliederungszuschüsse durch. Im Rahmen der Studie werden Agenturen und ARGEN, Betriebe, wie auch Personen befragt, die mit einem Eingliederungszuschuss gefördert werden. Die Feldarbeit wird von März bis September 2010 durchgeführt und ist auf fünf Regionen konzentiert. Zentraler Interessensgegenstand der Befragung sind die Einsatzbedingungen von Eingliederungszuschüssen und die Handlungsrationalitäten, Entscheidungslogiken und Interaktionsmuster der beteiligten Akteure.
Panel Arbeitsmarkt und soziale Sicherung (PASS)
Das vom IAB durchgeführte Panel "Arbeitsmarkt und soziale Sicherung" soll eine neue Datengrundlage bereitstellen, die es erlaubt, soziale Prozesse und nicht intendierte Nebeneffekte der Arbeitsmarktreform empirisch zugänglich zu machen. Es handelt sich um eine bundesweit durchgeführte, jährliche Wiederholungsbefragung. Sie umfasst insgesamt ca. 12.000 Haushalte, die zum Teil telefonisch und zum Teil persönlich befragt werden.
IAB-Erhebung des Gesamtwirtschaftlichen Stellenangebots (EGS) – Betriebliche Personalpolitik und offene Stellen
Die regelmäßig stattfindenden Befragungen bei einer repräsentativen Auswahl von Betrieben und Verwaltungen haben zum Ziel, mehr über die Entwicklung des Arbeitskräftebedarfs in den verschiedenen Wirtschaftssektoren und Regionen zu erfahren. Informationen über die Zahl und die Struktur der offenen Stellen, über den Verlauf von Stellenbesetzungsvorgängen und über auftretende Engpässe bei der Personalbeschaffung sind eine wichtige Basis für aktuelle Arbeitsmarktanalysen. Auf ihrer Grundlage berät das IAB regelmäßig Politik und Wirtschaft.
IAB-Betriebspanel
Im Rahmen des IAB-Betriebspanels werden jährlich von Ende Juni bis Oktober bundesweit knapp 16.000 Betriebe aller Wirtschaftszweige und Größenklassen befragt. Die Befragung wird in persönlich-mündlichen Interviews von TNS Infratest Sozialforschung, München im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) durchgeführt. Diese repräsentative Betriebsbefragung umfasst ein breites Fragenspektrum zu einer Vielzahl beschäftigungspolitischer Themen. Ergänzt wird das jährliche Standard-Fragenprogramm um jeweils aktuelle Themenschwerpunke. Mittlerweile existiert das IAB-Betriebspanel in Westdeutschland seit 1993 und in Ostdeutschland seit 1996 und stellt als umfassender Längsschnittdatensatz die Grundlage für die Erforschung der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes dar.
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Befragung zu Arbeitsbedingungen im Baugewerbe