Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Navigation zu den wichtigsten Bereichen.

Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Fragen und Antworten zum IAB-Betriebspanel

Was ist das IAB-Betriebspanel?

Das IAB-Betriebspanel ist eine jährliche Wiederholungsbefragung bei stets denselben Betrieben in Deutschland. Das Panel startete zuerst im Jahr 1993 in Westdeutschland und wurde 1996 auch auf die neuen Bundesländer ausgeweitet. Befragt werden Betriebe in allen Branchen und aller Größen mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

nach oben

Welche Betriebe werden befragt?

Die Betriebe werden in einer Zufallsstichprobe aus der Betriebsdatei der Bundesagentur für Arbeit gezogen, die rund 2 Millionen Betriebe enthält. Diese Betriebsdatei entsteht aus der Beschäftigungsstatistik, zu der Arbeitgeber alle sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten unter der Nummer ihres Betriebes melden. Für die Stichprobenziehung werden die Wirtschaftszweige aktuell zu 19 Branchengruppen und die Betriebsgrößen zu 10 Klassen zusammengefasst.

nach oben  

Wie viele Betriebe werden befragt? (Umfang der Befragung)

Durch eine finanzielle Beteiligung der ostdeutschen Bundesländer seit 1996 und der westdeutschen Bundesländer seit 2000 konnten die Stichproben so weit aufgestockt werden, dass auch regionale Auswertungen auf Bundeslandsebene möglich sind. Jährlich werden knapp 16.000 Betriebe in Deutschland befragt.

nach oben

Wer führt die Befragung durch?

Im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit werden die Interviews bei den Betrieben von Kantar Public Deutschland (ehemals: TNS Infratest Sozialforschung) , München durchgeführt. Dafür setzt Kantar Public Deutschland besonders geschulte Interviewer ein. In den neuen Bundesländern arbeitet das Erhebungsinstitut mit SÖSTRA, Berlin zusammen, um die Besonderheiten der neuen Bundesländer in der Befragung zu berücksichtigen.

Ansprechpartner bei Kantar Public Deutschland: Sebastian Bechmann

nach oben

Was wird gefragt?

Mit dieser Betriebsbefragung wird nicht nur eine Bestandsaufnahme betrieblicher Strukturen, Situationen und Problemzusammenhänge vorgenommen, sondern überdies werden Stimmungslagen und zukünftige Einschätzungen der Betriebe eingefangen. Mit dem breit gefächerten Spektrum an Fragen werden folgende betriebliche Informationen erfasst:

  • Bestimmungsgrößen der Beschäftigungsentwicklung (Produktion, Umsatz, Arbeitszeiten, Investitionen, Auslastung)
  • Personalnachfrage und Beschäftigungserwartungen (Vakanzen, offene Stellen, Fluktuation, betriebliche Beschäftigungspolitik)
  • Stand und Entwicklung der Technik und Organisation sowie deren Auswirkungen auf Arbeitsplätze
  • Einflussgrößen auf die Produktivität, z.B. technische, organisatorische und betriebswirtschaftliche Faktoren
  • Daten zur Biografie von Betrieben
  • Inanspruchnahme von Fördermaßnahmen
  • Aktivitäten in der Aus- und Weiterbildung

Der Fragebogen wird jährlich überarbeitet und um jeweils aktuelle Fragen ergänzt.

nach oben

Wie ist der Datenschutz geregelt?

Sämtliche Daten werden bei Kantar Public Deutschland, München erfasst, aufbereitet und anonymisiert. Das bedeutet, niemand kann aus den Daten erkennen, von welchem Betrieb die Angaben stammen. Zu diesem Zweck wird bei Infratest die Adresse durch eine laufende Nummer ersetzt und die Adresse anschließend von den Daten getrennt. Die Angaben aus dem Fragebogen werden in Zahlen umgesetzt und ohne Namen und Adresse auf einen Datenträger gespeichert. Weder aus den Daten noch aus den Ergebnissen sind Rückschlüsse auf den befragten Betrieb möglich.

nach oben

Wer wertet die Befragungsergebnisse aus?

In erster Linie werden die Daten vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Hinblick auf die Belange der Bundesagentur für Arbeit ausgewertet. Für die regionalen Auswertungen haben die Ministerien der Bundesländer, die mit dem IAB kooperieren, eigene Forschungsinstitute beauftragt. Diese Institute haben lediglich Zugang zu den Daten aus dem eigenen Bundesland, nicht jedoch zu den Daten anderer Bundesländer. Alle beteiligten Institute tragen die datenschutzrechtliche Verantwortung und arbeiten nach den gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz.

nach oben

Wer ist an den Ergebnissen interessiert?

Nur auf der Grundlage gültiger und verlässlicher Daten können realitätsgerechte Untersuchungen durchgeführt werden und frühzeitig Handlungsempfehlungen für die Politik gegeben werden. Die auf der Basis von betrieblichen Informationen gewonnenen Erkenntnisse tragen auch zur Entscheidungsfindung der Tarifparteien und von Verbänden bei.

Die Bundesagentur für Arbeit ist zur Arbeitsmarktberatung und zur Arbeitsmarkt- und Berufsforschung verpflichtet. Dazu liefert das IAB-Betriebspanel als repräsentatives, betriebsgestütztes Beobachtungssystem Informationen über Bestimmungsgründe der betrieblichen Beschäftigung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die kundengerechte Aufgabenerledigung in den Agenturen für Arbeit und Regionaldirektionen zu optimieren.

Betriebe können die Ergebnisse aus dem IAB-Betriebspanel im Sinne eines Benchmarking nutzen, denn sie geben Auskunft darüber, wie sich der eigene Betrieb im Vergleich zu anderen Betrieben seiner Branche oder Größe einordnet.

Die Wissenschaft ist am IAB-Betriebspanel besonders interessiert, weil es sich hierbei erstmals um einen für die gesamte Wirtschaft repräsentativen Datensatz zur Erforschung der Nachfrageseite des Arbeitsmarktes handelt.

nach oben

 

Infobereich.

Abspann.