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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 30.12.2015

IAB-Arbeitsmarktbarometer: Gute Aussichten zum Jahreswechsel

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer legt im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,1 Punkte zu. Damit steht der Frühindikator des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zum Jahresende bei 100,6 Punkten. Das deutet auf leichte Rückgänge der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit über die nächsten drei Monate hin.

„Die Arbeitsagenturen blicken in der Tendenz optimistisch auf die ersten Monate des neuen Jahres“, sagt Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs Prognosen und Strukturanalysen. Damit bestätige sich eine seit dem Spätsommer stabile Sichtweise.

Im abgelaufenen Jahr habe sich der deutsche Arbeitsmarkt bei aller Unsicherheit gut entwickelt. „Die positive Entwicklung hat weder durch die Einführung des Mindestlohns noch durch Ereignisse wie die Griechenland-Krise und die Wirtschaftsturbulenzen in China Schaden genommen“, erklärt IAB-Ökonom Weber. Der Arbeitsmarktaufschwung werde sich im nächsten Jahr fortsetzen. „Wir können von 2016 eine weiterhin deutlich steigende Beschäftigung erwarten“, so Weber. Auch für die Entwicklung der Arbeitslosigkeit seien die Perspektiven zum Jahreswechsel recht gut, wie der Stand des IAB-Arbeitsmarktbarometers zeige. „Der Abbau der Arbeitslosigkeit dürfte sich angesichts der hohen Flüchtlingszuwanderung aber nicht über das Jahr 2016 halten“, ergänzt Weber. Bei erfolgreicher Integration biete sich jedoch auch die Chance, die Beschäftigung zusätzlich zu steigern.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer beruht auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den nächsten drei Monaten. Der Indikator bezieht sich auf die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitslosigkeit, also unter Herausrechnung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen. Da das Saisonbereinigungsverfahren laufend aus den Entwicklungen der Vergangenheit lernt und stets aktuell auf die gesamte Zeitreihe angewandt wird, kann es zu nachträglichen Revisionen kommen. Die Skala des IAB-Arbeitsmarktbarometers reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit).

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