Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 06.09.2016

Arbeitsvolumen stieg im zweiten Quartal 2016 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal

Im zweiten Quartal 2016 arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland insgesamt 14,3 Milliarden Stunden. Das entspricht einem saison- und kalenderbereinigten Plus von 1,1 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Jahres, berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Gegenüber dem zweiten Quartal des Vorjahres beträgt die Zunahme 3,3 Prozent.

Beim Vorjahresvergleich ist zu beachten, dass Ostern 2016 nicht im zweiten Quartal lag, sondern bereits auf Ende März fiel. Insgesamt gab es im zweiten Quartal 2016 drei Arbeitstage mehr als im Vorjahresquartal. Enzo Weber, Leiter des IAB-Forschungsbereichs „Prognosen und Strukturanalysen“, betont als Grund für das steigende Arbeitsvolumen aber auch: „Bei den Vollzeitstellen sehen wir eine starke Zunahme der Beschäftigung. 2016 wird es erstmals wieder seit 2002 im Jahresdurchschnitt über 24 Millionen Vollzeitbeschäftigen geben.“ Die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten wuchs im zweiten Quartal mit einem kräftigen Plus von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist um 0,1 Prozent gestiegen – einem Anstieg bei den sozialversicherungspflichtigen Teilzeitbeschäftigten stand hier ein Rückgang bei den geringfügig Beschäftigten entgegen.

Die Erwerbstätigkeit insgesamt nahm im zweiten Quartal 2016 gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,2 Prozent zu und lag bei 43,5 Millionen Personen.

Die durchschnittliche Arbeitszeit pro Erwerbstätigem lag im zweiten Quartal 2016 bei 329,5 Stunden. Gegenüber dem Vorjahresquartal ist sie um 2,1 Prozent gewachsen. Verglichen mit dem Vorquartal ist sie saison- und kalenderbereinigt um 0,8 Prozent gestiegen.

Der Krankenstand der Beschäftigten lag bei 4,1 Prozent und ist somit um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen.

Die Anzahl der bezahlten und der unbezahlten Überstunden der Arbeitnehmer ist dagegen im Vorjahresvergleich zurückgegangen. Im zweiten Quartal 2016 waren es im Durchschnitt 4,6 bezahlte Überstunden und 5,7 unbezahlte Überstunden je beschäftigten Arbeitnehmer. Im zweiten Quartal 2015 waren es 4,7 bezahlte und 6,1 unbezahlte Überstunden.

Vollzeitbeschäftigte arbeiteten im Durchschnitt rund 38 Stunden als vereinbarte Wochenarbeitszeit, Teilzeitbeschäftigte rund 16 Stunden. Bei den Vollzeitbeschäftigten ist die durchschnittliche vereinbarte Arbeitszeit gleich geblieben, während bei den Teilzeitbeschäftigten ein leichter Anstieg zu verzeichnen ist. Wegen der zurückgegangenen Zahl der Minijobber und der starken Zunahme bei den Vollzeitbeschäftigten nahm die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,5 Prozent auf 29,8 Stunden zu.

Eine Tabelle zur Entwicklung der Arbeitszeit steht im Internet unter http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/tab-az1602.pdf. Eine lange Zeitreihe mit den Jahreszahlen ab 1991 ist unter http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/AZ_Komponenten.xlsx abrufbar.

Weitere Informationen zur Verbreitung von bezahlten und unbezahlten Überstunden sind unterhttp://doku.iab.de/aktuell/2014/aktueller_bericht_1407.pdf zu finden.

 

 

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