Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 20.2.2008

IAB-Arbeitsmarktprojektion

Arbeitslosigkeit im Jahr 2008 unter 3,5 Millionen

Im Jahresdurchschnitt 2008 wird es voraussichtlich 3,43 Millionen Arbeitslose geben, geht aus der aktuellen Arbeitsmarktprojektion des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Dies wäre ein Rückgang um 350.000 gegenüber 2007. Das IAB erwartet für das Jahr 2008 im Schnitt fast 40 Millionen Erwerbstätige. Dabei rechnet das IAB mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 1,75 Prozent. Durch die Ölpreisentwicklung und die Turbulenzen an den Finanzmärkten könnte das Wachstum aber möglicherweise bis zu einem halben Prozentpunkt niedriger ausfallen, schreiben die Nürnberger Arbeitsmarktforscher in der am Mittwoch veröffentlichten Studie. Selbst dann würde die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt noch knapp unter 3,5 Millionen liegen.

Die Unterbeschäftigung insgesamt, also die registrierte Arbeitslosigkeit plus die sogenannte Stille Reserve, wird nach Einschätzung des IAB auf rund 4,8 Millionen sinken. Das wäre der niedrigste Stand seit 17 Jahren. Die Unterbeschäftigung wäre damit um gut 1,5 Millionen oder 24 Prozent geringer als im Jahr 2005. Damals wurden im Zuge der Hartz-IV-Reform die Arbeitslosenhilfe und die Sozialhilfe zum Arbeitslosengeld II zusammengelegt.

Beschäftigungswachstum lässt nach

Der Studie der Nürnberger Arbeitsmarktforscher zufolge lässt die konjunkturelle Dynamik 2008 deutlich nach. Der Beschäftigungsanstieg und der Rückgang der Arbeitslosigkeit werden deshalb im Vergleich zum Vorjahr weniger als halb so hoch ausfallen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wachse zwar um 210.000 auf über 27,1 Millionen. Dieser Zuwachs ist laut IAB-Studie jedoch vor allem auf den guten Jahresausklang 2007 zurückzuführen. Im Laufe des zweiten Halbjahrs 2008 werde die Aufwärtsentwicklung wahrscheinlich zum Erliegen kommen. Da sich die schwächere Arbeitsnachfrage wieder verstärkt auf hochqualifizierte und arbeitsmarktnahe Personen konzentrieren werde, gerate der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ins Stocken.

Arbeitskräfteangebot sinkt weiter

Das Arbeitskräfteangebot werde aufgrund der demografischen Entwicklung um rund 90.000 Personen sinken. Der Rückgang der beiden Vorjahre setze sich damit fort, schreiben die Autoren der Studie. Dabei entwickle sich das Arbeitskräfteangebot jedoch regional unterschiedlich: Während im Westen die demografisch bedingten Rückgänge durch steigende Erwerbsbeteiligung und durch Zuwanderung ausgeglichen werden, verliere der Osten sowohl demografisch bedingt als auch durch Abwanderung Arbeitskräfte.

Die IAB-Arbeitsmarktprojektion im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2008/kb0308.pdf.

 
 

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