Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 27.04.2011

Viele Frauen in Teilzeit würden gerne länger arbeiten

Knapp die Hälfte der 36 Millionen Beschäftigten in Deutschland sind Frauen. Jede zweite arbeitet in Teilzeit, entweder in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung oder in einem Mini-Job. Das sind zusammen mehr als neun Millionen Frauen. Die Hälfte der teilzeitbeschäftigten Frauen würden einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge ihre vereinbarte Arbeitszeit gerne ausweiten.

„Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere bei geringfügig beschäftigten Frauen sowie bei Frauen, die regelmäßig Überstunden leisten, Verlängerungswünsche zu erwarten sind“, stellt IAB-Forscherin Susanne Wanger fest. Frauen, die gerne länger arbeiten wollen, haben oft eine niedrige berufliche Qualifikation und ein unterdurchschnittliches Einkommen. Auch wünschten sich Frauen in Ostdeutschland und junge Frauen im Alter von 25 bis 34 Jahren häufiger eine längere Wochenarbeitszeit. Im Schnitt würden regulär teilzeitbeschäftigte Frauen ihre vereinbarte Wochenarbeitszeit gerne um vier Stunden erhöhen. Geringfügig beschäftigte Frauen würden gerne neun Stunden länger arbeiten, so das IAB.

Laut IAB-Expertin Susanne Wanger würde sich die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von Frauen um 2,6 Stunden auf rund 32 Stunden erhöhen, wenn alle Verlängerungswünsche berücksichtigt werden könnten. Hochgerechnet entspräche dies einem Arbeitsvolumen von 40,5 Millionen Stunden wöchentlich, umgerechnet in Vollzeitäquivalente wären dies circa eine Million Vollzeitarbeitsplätze. Wanger weist darauf hin, dass die Zahl der Arbeitnehmerinnen seit 1991 zwar um 16 Prozent zugenommen habe, das Arbeitsvolumen von Frauen in derselben Zeit jedoch nur um vier Prozent gestiegen sei. Damit werde heute ein etwas höheres Arbeitsvolumen von deutlich mehr weiblichen Beschäftigten erbracht als früher.

Die IAB-Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb0911.pdf.

 

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