Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 29.4.2011

Deutschland profitiert von der Arbeitnehmerfreizügigkeit

Von der ab Mai geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit für Menschen aus den acht neuen mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten wird die deutsche Wirtschaft eindeutig profitieren, zeigt eine am Freitag erschienene Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Kurzfristig könnten zwar in einigen Bereichen die Löhne durch die stärkere Konkurrenz sinken. Der gesamtwirtschaftliche Effekt sei aber gering, betonen die IAB-Forscher Herbert Brücker und Timo Baas. Die einheimische Bevölkerung werde die Konkurrenz kaum spüren. Vor allem die bereits im Lande lebenden Migranten würden die Kosten tragen. Auf längere Sicht gebe es aber keinen negativen Gesamteffekt – weder bei den Löhnen noch bei der Arbeitslosigkeit.

Die IAB-Forscher gehen davon aus, dass zunächst jährlich zwischen 100.000 und 140.000 Menschen aus den Beitrittsländern zusätzlich nach Deutschland kommen werden. In den Folgejahren werde die Zahl nach und nach abnehmen. Im Jahr 2020 würden dann bis zu 900.000 zusätzliche Migranten aus den acht Beitrittsländern in Deutschland leben.

Günstig für die wirtschaftliche Entwicklung sei, dass wohl hauptsächlich die Jüngeren, gut Qualifizierten nach Deutschland kämen. Bei den 25- bis 35-Jährigen, die sich durch besonders hohe Mobilität auszeichnen, ist der Anteil der Ungelernten deutlich geringer als in Deutschland.

Die IAB-Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2011/kb1011.pdf.

 

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