Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Leiharbeit - Mittel zum Lohndumping oder Brücke in Beschäftigung?
Veranstaltungstyp
Nürnberger Gespräche 2/2011
Die Veranstaltung steht allen Interessenten offen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Termin
7. November 2011, 18.00 Uhr
Ort
Historischer Rathaussaal der Stadt Nürnberg, Rathausplatz 2
Abstract
Über 800.000 Beschäftigte in Deutschland sind heute Leiharbeiter - nahezu dreimal soviel wie noch vor zehn Jahren. Auch am jüngsten Beschäftigungsaufschwung hat die Leiharbeit maßgeblichen Anteil. Die Leiharbeit selbst ist indes heftig umstritten. Ihre Befürworter verweisen darauf, dass mit dem Wachstum der Leiharbeit neue, sozialversicherungspflichtige und tarifgebundene Jobs gerade für vormalige Arbeitslose geschaffen wurden, die ansonsten kaum eine vollwertige Arbeit gefunden hätten. Ihren Gegnern zufolge vernichtet Leiharbeit gut bezahlte reguläre Arbeitsplätze und ersetzt sie durch Billigjobs. Sie sei für die Betroffenen keine Brücke in den ersten Arbeitsmarkt, sondern ein Instrument, um prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu fördern. Wir wollen diesen Argumenten mit Vertreterinnen und Vertretern aus Gewerkschaften, Wirtschaft und Wissenschaft auf den Grund gehen.
Programm
- Podiumsgespräch 18.00 bis 20.00 Uhr
Einführung: Dr. Ulrich Walwei, Vizedirektor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg
Moderation: Philip Faigle, ZEIT ONLINE
- Diskutanten
Prof. Dr. Dr. h.c. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg
Reinhard Dombre, DGB-Bundesvorstand
Ingrid Hofmann, Geschäftsführende Gesellschafterin der Zeitarbeitsfirma "Hofmann Personal"
Dr. Sandra Siebenhüter, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt
- Nachgehakt – Fragen aus dem Publikum
- Schlusswort
Philip Faigle, ZEIT ONLINE
- Imbiss 20.00 Uhr
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