Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Wissenschaft trifft Praxis
Podiumsdiskussion zur Fachkräftekonferenz am 29. und 30. April 2009 


Inputs aus den Workshops und Podiumsdiskussion

An der abschließenden, von Sven Astheimer (Frankfurter Allgemeine Zeitung) moderierten Podiumsdiskussion nahmen Wilhelm Adamy (Deutscher Gewerkschaftsbund), Joachim Möller (IAB), Rudolf Knorr (Bundesagentur für Arbeit) und Jürgen Wuttke (Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände) teil. Dort wurden noch einmal viele Fragen, die sich aus den vorangegangenen Workshops ergaben, aufgegriffen und vertiefend diskutiert.

In seinem Schlusswort fasste IAB-Direktor Joachim Möller wichtige empirische Befunde der Tagung zusammen und skizzierte aus seiner Warte noch einmal die zentralen Handlungsfelder, die zu beackern seien, wenn der sich abzeichnende Fachkräftemangel bewältigt werden soll:

  • Exakte Berufsprognosen hätten sich in der Vergangenheit als nahezu unmöglich erwiesen. Sie seien daher als vorbeugendes Instrument gegen den drohenden Fachkräftemangel nur von begrenztem Nutzen. Das IAB prüfe dennoch neue Ansätze in diesem Bereich.
  • Es sei deutlich geworden, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen auf die Herausforderungen des demographischen Wandels nur unzureichend vorbereitet seien.
  • Die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede in Deutschland seien im internationalen Vergleich nach wie vor sehr hoch und hätten sich in den letzten fünf Jahren nicht verringert.
  • Verstärkte Investitionen in Weiterbildung seien unabdingbar. Auch die Tarifpartner seien hier gefordert.
  • Deutschland brauche eine nach Arbeitsmarktkriterien gesteuerte Zuwanderung. Die Notwendigkeit ergäbe sich auch aus der Tatsache, dass die Migranten, die bislang nach Deutschland gekommen seien, im Durchschnitt sogar ein niedrigeres Bildungsniveau aufwiesen als die Bevölkerung ihrer Herkunftsländer.
  • Investitionen in frühkindliche Bildung müssten dringend nach oben gefahren werden, denn gerade dort seien die Erträge außerordentlich hoch - insbesondere bei Kindern aus bildungsfernen Schichten.


 

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