Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Inhaltsbereich: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

Sonderfragen vor dem Hintergrund der Corona-Krise

Im Rahmen der IAB-Stellenerhebung werden in jedem Quartal Betriebe zur Zahl der offenen Stellen und Ihrem Einstellungsverhalten befragt. Seit dem 1. April werden diesen Betrieben zusätzlich Sonderfragen zu ihren Erfahrungen mit der Corona-Pandemie gestellt. Die hier vorgestellten Ergebnisse werden regelmäßig aktualisiert.

Inhalt:

Corona-Krise: Betroffenheit der Betriebe

Die Grafik zeigt inwiefern Betriebe nach eigenen Angaben von der Corona-Krise betroffen sind. 70 Prozent der Betriebe haben angegeben, von der Krise betroffen zu sein, davon 85 Prozent überwiegend negativ, 10 Prozent negativ und positiv, und 2 Prozent überwiegend positiv. 29 Prozent haben angegeben, nicht betroffen zu sein. 1 Prozent der Betriebe machten keine Angabe. Die Werte basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Veränderung des Geschäftsvolumens im Vergleich zur erwarteten Entwicklung aufgrund der Corona-Krise, nach Wirtschaftszweigen

Die Grafik zeigt wie sich das Geschäftsvolumen von Betrieben aufgrund der Corona-Krise im Vergleich zur erwarteten Entwicklung verändert hat.
Dargestellt werden die Anteile der Betriebe in Prozent, die aufgrund der Corona-Krise mehr, weniger oder gleichgebliebenes Geschäftsvolumen haben, gegliedert nach Wirtschaftszweigen.
Durchschnittlich rund 4 Prozent der Betriebe gaben an, gab an, dass sich ihr Geschäftsvolumen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vergrößert hat. Spitzenreiter sind „Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung“ und „KFZ-Reparatur und -Handel“ mit rund 9 bzw. 8 Prozent.
Durchschnittlich 60 Prozent der Betriebe gaben an, dass sich ihr Geschäftsvolumen wegen der Krise verringert hat. Im Sektor „Verkehr und Lagerei“ ist es mit 75 Prozent der größte Anteil, in der „Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung“ mit 25 Prozent der geringste.
Durchschnittlich 33 Prozent der Betriebe gaben an, dass ihr Geschäftsvolumen in der Corona-Krise gleichgeblieben ist. Mit rund 64 Prozent war der Anteil der Betriebe im Sektor „Bergbau/Energie/Wasser/Abfall am höchsten. Mit rund 20 Prozent war der Anteil im Sektor „Verkehr und Lagerei“ am niedrigsten.
Die Werte basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Betriebe, die aufgrund der Corona-Krise Schwierigkeiten mit Lieferanten haben, nach Betriebsgröße

Die Grafik zeigt den Anteil der Betriebe, die nach eigenen Angaben auf Grund der Corona-Krise Schwierigkeiten mit Lieferanten haben gegliedert nach Betriebsgröße.
Von den großen Betrieben mit 250 und mehr Beschäftigten geben 50 Prozent an, Schwierigkeiten zu haben, 38 Prozent geben an, keine Schwierigkeiten zu haben und 13 Prozent machen hierzu keine Angabe.
In den mittleren Betrieben mit 50 bis unter 249 Beschäftigten haben 41 Prozent Schwierigkeiten mit Lieferanten, 56 Prozent haben keine und 3 Prozent machen keine Angabe.
In den kleinen Betrieben mit unter 50 Beschäftigten haben 34 Prozent Schwierigkeiten, 64 Prozent haben keine und 2 Prozent machen keine Angabe.
Die Werte basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Betriebe, die aufgrund der Corona-Krise Beschäftigte entlassen, nach Betriebsgröße und Wirtschaftszweigen

Die Grafik zeigt die Anteile der Betriebe, die aufgrund der Corona-Krise Beschäftigte entlassen in Prozent - gegliedert nach Betriebsgröße, nach Wirtschaftszweigen und insgesamt.
Im Folgenden die Anteile für die unterschiedlichen Betriebsgrößen in absteigender Reihenfolge: Kleinstbetriebe (1 bis 9 Beschäftigte):8,8%, kleine Betriebe (10 bis 49 Beschäftigte): 8,6%, mittlere Betriebe (50 bis 249 Beschäftigte): 6,9 %, große Betriebe (250 und mehr Beschäftigte): 4,3 %
Im Folgenden die Anteile für die verschiedenen Branchen in absteigender Reihenfolge: Sonstige Dienstleistungen: 14,3 %, Verkehr und Lagerei: 10,1 %, Handel und KFZ-Reparatur: 8,9 %, Verarbeitendes Gewerbe: 7,9 %, Unternehmensnahe Dienstleistungen: 6,5 %, Baugewerbe: 3,6 &, Land- und Forstwirtschaft: 3,6 %, Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung: 1,5 %, Bergbau/Energie/Wasser/Abfall: 1,1 %, Information und Kommunikation: 1,1 %, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen 0,9 %
Insgesamt beläuft sich der Anteil auf 8,6 %.
Die Werte basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Entlassungen während der Corona-Krise nach Betriebsgröße und Wirtschaftszweigen

Die Grafik zeigt die Entlassungen während der Corona-Krise in Betrieben gegliedert nach Betriebsgröße, Wirtschaftszweigen und insgesamt als Balkendiagramm. Dargestellt werden die Anteile der Entlassenen an allen Beschäftigten in der jeweiligen Gruppe in Prozent. Alle Werte sind auf eine Nachkommastelle gerundet.
Im Folgenden die Anteile für die unterschiedlichen Betriebsgrößen in absteigender Reihenfolge: Kleinstbetriebe (1 bis 9 Beschäftigte):5,0 %, kleine Betriebe (10 bis 49 Beschäftigte): 1,3 %, mittlere Betriebe (50 bis 249 Beschäftigte): 0,9 %, große Betriebe (250 und mehr Beschäftigte): 0,1 %
Im Folgenden die Anteile für die verschiedenen Branchen in absteigender Reihenfolge: Unternehmensnahe Dienstleistungen: 2,6 %, Sonstige Dienstleistungen: 2,2 %, Handel und KFZ-Reparatur: 1,2 %, Baugewerbe: 0,9 %, Verkehr und Lagerei: 0,8 %, Land- und Forstwirtschaft: 0,8 %, Information und Kommunikation: 0,6 %, Verarbeitendes Gewerbe: 0,4 %, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen: 0,1 %, Bergbau/Energie/Wasser/Abfall0,0 %, Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung: 0,0 %
Insgesamt beläuft sich der Anteil der Entlassungen auf 1,4 Prozent.
Zur Berechnung wurde die mit Hilfe des Betriebsgewichts aggregierte Anzahl der Entlassungen in den jeweiligen Gruppen durch die Summe der ebenfalls gewichteten, aggregierten Anzahl der Entlassenen und der gewichteten, aggregierten Anzahl aller Beschäftigten in der jeweiligen Gruppe geteilt. Die Werte basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Kurzarbeit und Entlassungen in Betrieben, die von der Corona-Krise betroffen sind, nach Betriebsgröße und Wirtschaftszweigen

Das gestapelte Balkendiagramm zeigt Kurzarbeit und Entlassungen in Betrieben, die von der Corona-Krise betroffen sind, nach Betriebsgröße und Wirtschaftszweigen.
Über alle Betriebsgrößen und Wirtschaftszweige hinweg zeigt sich, dass der Anteil der Betriebe, die keine Beschäftigten entlassen haben und keine Kurzarbeit angemeldet haben mit 50 % am größten ist. Mit 35 Prozent bilden die Betriebe, die keine Beschäftigten entlassen haben und Kurzarbeit angemeldet haben den zweitgrößten Anteil.  Die Anteile, die Beschäftigte entlassen haben und entweder Kurzarbeit angemeldet haben (7 %) oder nicht (5 %) sind am geringsten.
Dieses Verhältnis ist im Wesentlichen für die meisten Betriebsgrößen und Wirtschaftszweige repräsentativ. In den Sektoren „Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung“ und „Land- und Forstwirtschaft“ gibt es anteilig am wenigsten Entlassungen und Kurzarbeit.
Die Angaben basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.
Entlassungen in Betrieben während der Corona-Krise nach der Nutzung digitaleQuelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Entlassungen und/oder Kurzarbeit in Betrieben während der Corona-Krise nach der Nutzung digitaler Arbeits- und Kommunikationsmittel

Die Grafik zeigt den Anteil der Entlassungen in Betrieben während der Corona-Krise nach deren Nutzung digitaler Arbeits- und Kommunikationsmittel in Prozent.
So hat rund ein Drittel der Betriebe (33,6%), die in der Krise digitale Arbeitsformen ausgebaut haben, Beschäftigte entlassen oder Kurzarbeit genutzt. Bei Betrieben mit gleichbleibender Nutzung digitaler Technologien liegt der Anteil um 3 Prozentpunkte höher. Der höchste Wert beträgt 64,6 Prozent in betrieben, die digitale Arbeits- und Kommunikationsmittel weniger nutzten als vor der Krise.
Die Angaben basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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Anteil der Betriebe, die digitale Arbeits- und Kommunikationsmittel (wie z. B. Homeoffice oder Videokonferenzen) während der Corona-Krise mehr nutzen, nach Wirtschaftszweigen

Die Grafik zeigt den Anteil der Betriebe, die aufgrund der Covid-19-Pamdemie digitale Arbeitsformen wie z. B. Homeoffice oder Videokonferenzen mehr nutzen, nach Wirtschaftszweigen in Prozent
Hier die Werte in aufsteigender Reihenfolge: Baugewerbe: 11,9%, Verkehr und Lagerei: 21,2 %, Land- und Forstwirtschaft: 22,7 %, Handel und KFZ-Reparatur: 26,9 %, Verarbeitendes Gewerbe: 29,9 %, Sonstige Dienstleistungen: 34,9%, Bergbau/Energie/Wasser/Abfall: 40,3%, Unternehmensnahe Dienstleistungen: 50,2%, Information und Kommunikation: 64,7%, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen: 67,7%, Öffentliche Verwaltung/Sozialversicherung: 86,9%.
Die Angaben basieren auf einer Sonderauswertung der IAB-Stellenerhebung, einer repräsentativen Betriebsbefragung in Deutschland. Im Rahmen dieser Sonderauswertung wurden vom 1. April bis 15. Mai 2020 6.050 Betriebe zu Auswirkungen der Covid-19-Pandemie befragt.Quelle: IAB-Stellenerhebung, Sonderauswertung 1. April - 15. Mai 2020. @IAB

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