Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Zertifikat "audit berufundfamilie"


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Ausgezeichnet: IAB erhält Zertifikat für familienbewusste Personalpolitik


Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hat sich mit Erfolg dem so genannten „Familien-TÜV“ gestellt. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit wurde am 17. Juni 2009 für seine familienbewusste Personalpolitik in Berlin von der berufundfamilie gGmbH, einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, ausgezeichnet. Claudia Baur, Leiterin des Geschäftsbereichs Personal, Infrastruktur und Finanzen, Dana Müller, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Gleichstellungsbeauftragte am IAB, und Dr. Ulrich Wenzel, Leiter des Wissenschaftsmanagements, nahmen das Zertifikat zum Audit „berufundfamilie“ entgegen.

„Familienfreundlichkeit bleibt trotz der Krise ein wichtiges Thema für die Unternehmen. Nie zuvor waren es so viele Unternehmen und Institutionen, die wir mit einem Zertifikat auszeichnen konnten“, sagte Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen, die gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg die Schirmherrschaft für das Audit trägt. Bei der Veranstaltung unter dem Motto „Mehr Erfolg mit mehr Familie!“ überreichten Ursula von der Leyen und Dagmar Wöhrl, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, insgesamt 322 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen die Zertifikate.
 
„Wir sehen dieses Zertifikat als Anerkennung, aber auch als Ansporn, unsere im Rahmen der Auditierung vereinbarten weiterführenden Ziele und Angebote zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den nächsten drei Jahren umzusetzen“, sagte Ulrich Wenzel. Dann steht die Re-Auditierung an. „Zum einen geht es dem IAB darum, seine soziale Verantwortung als moderner Arbeitgeber gegenüber den Beschäftigten wahrzunehmen“, erklärte Wenzel. „Zum anderen bedeuten familienfreundliche Arbeitsbedingungen einen klaren Vorteil im Wettbewerb um  qualifizierte Arbeitskräfte.“

Die Auditierung erfolgte auf Initiative des Personalbereichs in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsbeauftragten. „Es gilt in der Arbeitswelt Rahmenbedingungen zu schaffen, damit verschiedene Familienmodelle gelebt werden können“, sagte Dana Müller. „Das kommt den Unternehmen zugute und wirkt sich positiv auf die Arbeit und das Miteinander aus.“ Eine aktiv betriebene familienbewusste und zugleich unternehmensgerechte Personalpolitik ist für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer ein Gewinn: Familienfreundliche Arbeitsbedingungen verbessern die Motivation und Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, steigern die Leistungsbereitschaft und reduzieren Stressbelastung und Fehlzeiten.

Die Zertifikatsverleihung wurde von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Altersforscher Prof. Dr. Andreas Kruse (Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg) und Familiensoziologe Prof. Dr. Hans Bertram (Institut für Sozialwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin) betteten die aktuelle Diskussion um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in einen wissenschaftlichen Kontext ein. Das Thema „Beruf und Familie in der Praxis“ stand im Mittelpunkt eines Podiumsgesprächs.
 
Am Tag zuvor fand ebenfalls in Berlin das Bundesnetzwerktreffen aller zertifizierten Unternehmen, Institutionen und Hochschulen statt. Zwölf Fachforen zu Themen wie demografischer Wandel, Gesundheitsmanagement und Arbeitsflexibilisierung präsentierten ausgewählte Praxisbeispiele einer familienbewussten Personalpolitik und luden zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion ein.

 

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