Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 5.3.2021

Der Anteil der Betriebe, die mehr Personal einstellen als entlassen, ist auf 9 Prozent zurückgegangen

Während im August und September 2020 noch rund 17 Prozent aller befragten Betriebe mehr Beschäftigte eingestellt als entlassen haben, sank dieser Anteil im Februar 2021 auf knapp 9 Prozent. Demgegenüber blieb die Zahl der Betriebe, die mehr Personen entlassen als eingestellt haben mit durchschnittlich 4 Prozent relativ konstant. Die weit überwiegende Mehrheit der Betriebe nimmt derzeit keine Veränderung in der Beschäftigtenzahl vor. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von Betrieben durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. 

„Bei der Stabilisierung der Beschäftigung spielt die Kurzarbeit eine wichtige Rolle“, so IAB-Direktor Bernd Fitzenberger. Das zeige sich auch in dem im zweiten Lockdown deutlich steigenden Umfang der Kurzarbeit. Haben im November 2020 noch 22 Prozent aller befragten Betriebe Kurzarbeit eingesetzt, so stieg der Anteil auf aktuell 31 Prozent.

Derzeit sind 32 Prozent der Betriebe eigenen Angaben zufolge mit starken negativen Auswirkungen der Corona-Krise konfrontiert. Zuletzt meldeten die Betriebe im Mai 2020 eine höhere Betroffenheit. Im Oktober 2020 traf dies noch auf 21 Prozent der Betriebe zu. Zusätzlich sprechen 24 Prozent der Betriebe von geringen negativen Auswirkungen, 39 Prozent von keinen oder ausgeglichenen Auswirkungen und 5 Prozent von überwiegend positiven Auswirkungen der Corona-Krise auf ihre Geschäftstätigkeit.

Das Gastgewerbe hat der Lockdown besonders hart getroffen: Aktuell sind 80 Prozent stark negativ betroffen und 9 Prozent gering negativ betroffen. Vergleichsweise am wenigsten betroffen ist das Baugewerbe, wenngleich aktuell etwas stärker als im Januar. 38 Prozent der Betriebe geben an, von der Corona-Krise nicht betroffen zu sein. 13 Prozent berichten von starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Im Januar gaben noch 51 Prozent der Betriebe an, nicht betroffen zu sein.
Datengrundlage ist eine alle drei Wochen durchgeführte Befragung des IAB von mehr als 1.500 Betrieben, mit der die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Situation der Betriebe laufend untersucht werden.

Zum Download stehen unter http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/ADuI_BeCovid_W9.xlsx Tabellen und Grafiken zu den Ergebnissen aus der 9. Befragungswelle bereit. Tabellen und Grafiken aus früheren Befragungswellen können Sie ebenfalls herunterladen unter https://www.iab.de/de/daten/arbeitsmarktentwicklung.aspx.

 

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