Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung

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Presseinformation des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung vom 29.09.2009

IAB: Bei der Arbeitsmarktpolitik Kurs halten

„Die Arbeitsmarktreformen waren segensreich, wie die deutliche Verbesserung der Arbeitsmarktsituation zwischen 2005 und 2008 gezeigt hat. Sie haben den letzten Aufschwung am Arbeitsmarkt mitgetragen und werden auch den nächsten Aufschwung beschäftigungsfreundlicher gestalten“, betonen die Direktoren des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Joachim Möller und Ulrich Walwei, in einer am Dienstag veröffentlichten Sonderausgabe der Zeitschrift IAB-Forum zum Thema Wirtschaftskrise.

Es sei wichtig, Kurs zu halten, unterstreichen Möller und Walwei. An einigen Stellen bestehe aber auch noch Handlungsbedarf: „So sind die Menschen auf die von ihnen geforderte Flexibilität am Arbeitsmarkt besser vorzubereiten – mit umfassenden Bildungsanstrengungen, aber auch mit einer weitergehenden sozialen Absicherung. Den Niedriglohnsektor gilt es mit intelligenten Kombilohnmodellen und angemessenen Lohnuntergrenzen neu zu ordnen.“

Nicht zurücknehmen solle man aber die Reformen der letzten Jahre wie die Verkürzung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I oder die Einführung der Rente mit 67, so Möller und Walwei. Die Versuchung sei groß, in schlechten Zeiten an populären, aber dennoch falschen Stellschrauben zu drehen: „So würde die sicher gut gemeinte Verlängerung der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes die Arbeitslosigkeit nur wieder verfestigen. Auch eine Wiedereinführung der ebenso beliebten Vorruhestandsmaßnahmen wäre ein falsches Signal in einer Situation, in der es unabdingbar ist, eine alternde Erwerbsbevölkerung auf eine längere Lebensarbeitszeit vorzubereiten.“

Patentrezept für den Arbeitsmarkt gebe es leider keins: „Das Wundermittel mit starker und schneller Wirkung existiert nicht“, schreiben Möller und Walwei. Arbeitsmarktpolitik könne die Auswirkungen der Weltrezession abmildern, sie könne Anpassungsvorgänge begleiten und Anreize richtig setzen. Aber: „Mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten allein kann ein eklatantes Missverhältnis zwischen Arbeitsplätzen und Arbeitsuchenden nicht beseitigt werden.“

 

In der Sonderausgabe „Krisencheck“ der Zeitschrift IAB-Forum geht es einerseits um Ursprung und Folgen der Krise, andererseits aber auch um „die Stellschrauben, die die Arbeitsmarktentwicklung nachhaltig zum Positiven oder Negativen hin verändern“. Weitere Informationen stehen im Internet unter www.iab.de.

 

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